Das Naturschutzgebiet Teppes de Verbois ist ein Schutzgebiet im Schweizer Kanton Genf. Es ist seit 2001 als Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung definiert und wird als Objekt der IUCN-Kategorie IV unter der Nummer 347399 in der Weltdatenbank geschützter Gebiete geführt.

Lage Das Schutzgebiet liegt in den Gemeinden Russin und Dardagny am rechten Rhoneufer. Es handelt sich um ein flaches Feuchtgebiet mit Wald, Wiesen und Weihern sowie den Unterlauf des Allondon.

Es umfasst vier Vogelbeobachtungsposten sowie einen Spazierweg und fungiert so ebenfalls als Naherholungsgebiet. Der Étang des Bouvières und der Étang Jacques Burnier befinden sich in dem Schutzgebiet.

Auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses befindet sich das Naturschutzgebiet Moulin de Vert, etwas nordwestlich das Naturschutzgebiet Vallon de l'Allondon.

Schutzstatus mini|Der Étang des Bouvières Die Teppes de Verbois sind seit 1979 ein kantonales Naturschutzgebiet.

Das Gebiet ist im Bundesinventar des Bundesamts für Umwelt (BAFU) als «Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung (GE33)» aufgeführt.

Fauna und Flora Das Gebiet befindet sich auf einer Schwemmlandterrasse. Die Nähe zur Rhone spielt eine entscheidende Rolle in der Biodiversität des Geländes. Es ist die einzige Stelle des Kantons, in welcher der Spät-Bitterling zu finden ist.Réserve naturelle Teppes de Verbois. Kanton Genf (PDF; 16,1 MB).

Die Teppes de Verbois sind unter anderem für die Vielfalt der heimischen Insekten bekannt. Es sind etwa 40 Schmetterlingsarten und 26 Arten aus der Familie der Heuschrecken erfasst. Das Gebiet beherbergt ebenfalls einen Grossteil der in Genf heimischen Brutvogelarten, wobei sich unter anderem Nachtigallen, Eisvögel und Turteltauben finden. Weiterhin sind Frösche, Ringelnattern, Rehe und Biber dort heimisch.

Geschichte Das heutige Naturschutzgebiet war früher Teil der Rhone, bis der Fluss in den 1930er-Jahren mit dem Bau des Barrage de Verbois kanalisiert und begradigt wurde. Der Mäander bei Cartigny wurde unter Schutz gestellt, nicht so jedoch der in Russin. Durch Aufschüttung verschwand er, und die umliegende Natur wurde für Industriezwecke genutzt.

Mit wachsenden Forderungen, das Gebiet zu renaturieren, und einem Rückgang der Industrie wurde 1983 ein Leitplan zu diesem Zweck verabschiedet. Pläne für ein Kernkraftwerk wurden fallengelassen, und ab 1999 wurden Sanierungsarbeiten durchgeführt. Das heutige Naturschutzgebiet besteht seit 2001.

Weblinks

Eintrag in der World Database on Protected Areas (WDPA; englisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung Kategorie:Schutzgebiet (Umwelt- und Naturschutz) in der Schweiz Kategorie:Geographie (Kanton Genf) Kategorie:Schutzgebiet (Umwelt- und Naturschutz) in Europa Kategorie:Schutzgebietsgründung 2001