Turdus thomassoni, Syn. Merula thomassoni, ist ein Singvogel aus der Familie der Drosseln (Turdidae).
Die Art ist endemisch auf Luzon in den Philippinen.
Turdus thomassoni wurde bis vor kurzem als Teil des Turdus poliocephalus-Artenkomplexes angesehen. Dieser umfasst mehr als 50 auf zahlreiche Inseln verteilte endemischen Arten und wurde als eine polytypische Art unter dem Namen „Südseedrossel“ (im weiteren Sinne) betrachtet.P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF
Aufgrund molekularer phylogenetischer Untersuchungen wurde dieser Artenkomplex im Jahre 2023 in 17 Arten aufgespalten.A. H. Reeve, G. Gower, J. M. Pujolar, B. T. Smith, B. Petersen, U. Olsson, T. Haryoko, B. Koane, G. Maiah, M. P. Blom, P. G. Ericson, M. Irestedt, F. Racimo, K. A. Jønsson: Population genomics of the island thrush elucidates one of earth's great archipelagic radiations. In: Evolution letters. Band 7, Nummer 1, Februar 2023, S. 24–36, doi:10.1093/evlett/qrac006, PMID 37065434, .F. Gill, D. Donsker, P. Rasmussen (Herausgeber): "Thrushes". [IOC World Bird List Version 14.2. International Ornithologists' Union. IOC World Bird List 14.2]J. F. Clements, P. C. Rasmussen, T. S. Schulenberg, M. J. Iliff, T. A. Fredericks, J. A. Gerbracht, D. Lepage, A. Spencer, S. M. Billerman, B. L. Sullivan, M. Smith und C. L. Wood: The eBird/Clements Checklist of Birds of the world: v2024, 2024, Version 2024 Abgerufen am 2. Juli 2025
Der Lebensraum umfasst Bergwald, Sekundärwald und Waldränder oberhalb von 1000 bis etwa 1650 m. ü. M.
Der Artzusatz bezieht sich auf John Pennington Thomasson (1841–1904).B. Beolens, M. Watkins: Whose Bird?: Common Bird Names and the People They Commemorate, Christopher Helm, London, 2003
Merkmale Der Vogel misst 23–24 cm. Das Männchen ist glänzend schwarz mit dunkelbrauner oder dunkel graubrauner Kapuze, weiß gestricheltem Steiß. Das Weibchen ist matter und gleichförmiger dunkel, Federn der Unterseite haben rotbraune Ränder und gelbbraune Berandung der Unterschwanzdecken. Schnabel, Augenring und Beine sind gelb. Jungvögel sind weibchenartig, aber brauner und gelbbraun gefleckt und gestrichelt am Rücken, an der Unterseite dunkel und rostbraun geschuppt.N. Collar, D. A. Christie und G. M. Kirwan: Luzon Island-Thrush (Turdus mindorensis), version 1.0. In: S. M. Billerman und N. D. Sly (Herausgeber): Birds of the World. 2024, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Turdus mindorensis
Geografische Variation Es werden folgende Unterarten anerkannt:IOC World Bird List 15.1 ThrushesAviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025 T. t. thomassoni (, 1894), Nominatform – Berge Nordluzons T. t. mayonensis (, 1907)E. A. Mearns: Merula mayonensis. In: The Philippine Journal of Science, Band 2, Heft 5, section A, S. 358, 1907, Biodiversity Library – Berge im südlichen Luzon, weniger Kontrast zwischen Kapuze und Körper, Kopfkappe schwarz, Nacken, Gesicht, Kehle und Brust dunkel schwärzlich braun, ansonsten glänzend schwarz mit weiß gestricheltem Steiß
Stimme Der Gesang wird als volles, klingendes „chirriew chirriew we-chat-chat tsik“ beschrieben, die Rufe als metallisches schnappendes „chik-chik-chik-chik-chik…“ oder „chak-chak“, im Fluge ist ein leises, hohes, leicht abfallendes „seeee“ zu hören.
Lebensweise Die Art ist ein Standvogel. Die Nahrung besteht wohl aus Beerenobst. Die Brutzeit dürfte zwischen April und Mai liegen, eventuell auch im Oktober.
Gefährdungssituation Die Gefährdungssituation ist bislang nicht untersucht, Stand April 2026. Die Art gilt oberhalb von 1000 m als häufig, insbesondere am Mount Cetaceo.
Literatur H. Seebohm: Merula thomassoni. In: Bulletin of the British Ornithologists' Club, Band 3, Nummer 19, S. 51, 1894, Biodiversity Library
Weblinks
Macaulay Library
Einzelnachweise
Kategorie:Drosseln Kategorie:Endemisches Tier Luzons