Simone Jaccottet (* 8. Januar 1908 in Stresa, Italien; heimatberechtigt in Mauraz; † 19. Juli 1988 in Lausanne) war eine Schweizer Schauspielerin und Frauenrechtlerin.
Leben Simone Jaccottet war die Tochter des Hoteldirektors Jules-Otto Dubois und der Marguerite geborene Jomini. Sie absolvierte eine Sprech- und Gesangsausbildung in Paris. Ab 1936 spielte sie am Stadttheater Lausanne. Zwei Jahre später heiratete sie den Gerichtsschreiber und späteren Nationalrat Georges Jaccottet.
In Mézières spielte sie am Théâtre du Jorat die «Servante d’Evolène» im Stück von René Morax. Im Jahr 1936 trat sie in den Waadtländer Lyceum-Club ein und präsidierte von 1956 bis 1981 diesen sowie von 1968 bis 1973 die Lyceum-Clubs der Schweiz. In Lausanne gründete sie 1954 die Frauenwohngenossenschaft und wurde von 1973 bis 1981 deren Präsidentin.
Jaccottet war von 1953 bis 1960 Präsidentin des Dachverbands der Waadtländer Frauenvereine. An den Kampagnen für das Frauenstimmrecht von 1959 und 1971 beteiligte sie sich als Mitglied des Waadtländer Frauenstimmrechtsvereins. In Lausanne und in der Westschweiz setzte sie sich für die Familienhilfe ein. Jaccottet arbeitete an der Vorbereitung der Schweizerischen Ausstellung für Frauenarbeit (SAFFA 1958) mit.
Literatur (Nachrufe) Gazette de Lausanne, 26. Juli 1988. Bulletin du Lyceum de Suisse, Nr. 664, September 1988.
Belege
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