Eli Cortiñas (geboren 1979 in Las Palmas de Gran Canaria, Spanien)Das Geburtsdatum von Eli Cortiñas wird im Ausstellungskatalog Eli Cortiñas. What about tropical delights in neoliberal times? (2015) mit 1976 angegeben, in den meisten anderen Quellen (insbesondere auf der Internetseite der Galerie Soy Capitán) findet sich jedoch das Jahr 1979. ist eine bildende Künstlerin und Professorin für Medienkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, die in Berlin lebt und arbeitet. In ihren Videoarbeiten verwendet sie gefundenes Material, das sie neu arrangiert, um dominante Erzählungen kritisch zu hinterfragen.

Leben und Werk Cortiñas wurde in Las Palmas de Gran Canaria, Spanien, geboren. Sie studierte von 2001 bis 2002 am European Film College in Ebeltoft, Dänemark, sowie von 2003 bis 2008 an der Kunsthochschule für Medien Köln bei Professor Matthias Müller und Professor Marcel Odenbach. Im Rahmen ihrer Diplomarbeit entstand die Videoarbeit Dial M for Mother.

Die Künstlerin benutzt Material aus Zeitschriften, Filmklassikern, der Plattform YouTube, der Werbung sowie aus Animationsfilmen, das sie analysiert und anschließend neu zusammenstellt. Dabei integriert Cortiñas auch ihre eigenen Film-, Video- und Tonaufnahmen. Mit dem Stilmittel der Collage, des Überlagerns und Neustrukturierens geht es ihr darum, dominante Erzählungen und Mythen herauszufordern und neu zu schreiben. Im Zentrum ihrer künstlerischen Arbeit steht die kritische Auseinandersetzung mit Kolonialismus, Ethnozentrismus und Geschlechterbildern. Aufgrund ihrer absurden Atmosphäre, die an Träume erinnern, wurden ihre Videoarbeiten mit dem Werk des surrealistischen Künstlers André Breton sowie mit den Filmen des belgischen Künstlers Nicolas Provosts verglichen.

Cortiñas war Gast- und Vertretungsprofessorin an der Kunsthochschule Kassel und der Kunsthochschule Mainz und teilte sich von 2019 bis 2022 eine Professur für Raumkonzepte mit Candice Breitz an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. 2022 wurde sie zur Professorin für Medienkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig berufen.

Die Künstlerin wird von der Berliner Galerie Soy Capitán vertreten, von der Wouters Gallery in Brüssel und von der Galeria Saro León in Las Palmas de Gran Canaria.

Ausstellungen (Auswahl)

2012: Love is worn around the neck, Kunstraum Innsbruck 2013: Partial Nudity, Kunsthalle Budapest 2013: Dial M for Mother, Wilhelm-Hack-Museum 2015: 12 x 12, Berlinische Galerie 2015: What about tropical delights in neoliberal times?, Centro de Arte La Regenta / Centro Atlántico de Arte Moderno

2017: Double Feature: Eli Cortiñas, SCHIRN Kunsthalle Frankfurt 2021: Walls Have Feelings, KINDL – Zentrum für Zeitgenössische Kunst 2022: The Body is The House, The House is But Haunted, Kunstverein Braunschweig 2024: The Machine Monologs – Part I: The Storm, Fotografiska Berlin 2025: Global Fascisms, Haus der Kulturen der Welt Berlin (Gruppenausstellung)

Auszeichnungen und Stipendien (Auswahl)

2009: Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für junge Künstlerinnen und Künstler 2011: Residenz im Kölnischen Kunstverein

2012/13: Karl Schmidt-Rottluff-Stipendium 2013: Residenz im Centro de Arte La Regenta, Las Palmas de Gran Canaria

2014: Rompreis der Deutsche Akademie Rom Villa Massimo 2015: Stipendium des Goethe Instituts, Turin 2017: Stipendium des Berliner Senats 2017: Residenz im Kulturhaus Villa Sträuli, Winterthur 2018: Stipendium der Fundación Botin, Santander

Literatur

Weblinks

Profilseite bei der Deutsche Akademie Rom Villa Massimo Profilseite bei der Galerie Soy Capitán Profilseite auf Instagram Artist Talk mit Eli Cortiñas, Schirn Kunsthalle Frankfurt auf YouTube

Einzelnachweise

Kategorie:Bildender Künstler (Spanien) Kategorie:Bildender Künstler (Deutschland) Kategorie:Geboren 1976 Kategorie:Frau