mini|François Bonnemer: La renommée annonçant aux quatre parties du monde les merveilles du règne de Louis XIV (Der Ruhm, der in alle vier Himmelsrichtungen die Wunder der Herrschaft Ludwigs XIV. verkündet). Château de Versailles, salon d’Apollon François Bonnemer (* vor dem 14. Oktober 1638 in Falaise, Normandie; † 9. Juni 1689 in Paris) war ein französischer Maler und Radierer.

Leben François Bonnemer entstammte einer Malerfamilie und war Schüler seines Vaters, des Malers Jacques Bonnemer. Im Jahr 1666 errang er den ersten Rompreis für Malerei mit dem Werk La Renommée annonçant au monde les merveilles du règne de Louis XIV und hielt sich anschließend in Italien auf. Nach seiner Rückkehr nach Frankreich heiratete er 1672 Catherine, die Tochter des Hoftapissiers Jean-Baptiste Mozin. Den größten Teil seines weiteren Lebens war er in der Pariser Gobelin-Manufaktur tätig.
1675 wurde Bonnemer auf Grundlage des Gemäldes Apollo und Daphne als Mitglied in die Académie royale de peinture et de sculpture aufgenommen.

Werk mini|Le Cheval rayé, de la tenture des Indes, 1690. Tapisserie nach einer Vorlage von Albert Eckhout (um 1610–1665) und Frans Post (1612–1680), überarbeitet von Jean-Baptiste Monnoyer (1636–1699) Jean-Baptiste Belin de Fontenay (1653–1715) René-Antoine Houasse (ca. 1644/1645–1710) und François Bonnemer François Bonnemers Haupttätigkeit bestand in der Anfertigung von Teppichkartons im Auftrag von Charles Le Brun für die Pariser Gobelin-Manufaktur und die Savonnerie-Manufaktur (1673–1686). Diese waren nach Motiven von Raffael und Lebrun gestaltet. Darunter befinden sich vier Darstellungen der Sage von Deukalion und Pyrrha nach der Sintflut (1679). Zu den weiteren Tapisserievorlagen seiner Hand zählen Kompositionen zur Geschichte des Moses, zu Venus und Amor sowie drei Fragmente zur Geschichte des Königs und zu Alexander dem Großen.
 Daneben war Bonnemer an der Ausgestaltung verschiedener Schlösser beteiligt. Er schuf Treppenmalereien in Versailles, Deckengemälde in der Galerie der Tuilerien und gemeinsam mit Jean Nocret und Pierre Monier im Jahr 1680 Fresken für die Pavillons des Schlosses Marly.

Literatur

Emmanuel Bénézit: Dictionary of artists. Band 2: Bedeschini – Bülow. Paris, 2006. Allgemeines Künstlerlexikon Online / Artists of the World Online. Herausgegeben von De Gruyter, Verlag De Gruyter, 2009.

Weblinks

Einzelnachweise

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