mini|Palaiopanagia mini|hochkant|Konche des Vorgängerbaus mini|hochkant|Dreiseitige Apsis der Palaiopanagia mini|hochkant|Im Inneren der Palaiopanagia mini|hochkant|Fresko des Erzengel Michael mini|Ikonostase Palaiopanagia ( = alte Marienkirche) ist eine nachbyzantinische Kirche in der Dimotiki Kinotita Peania in Ostattika. Die Kirche, die der Mariä Aufnahme in den Himmel () ist ein griechisches Kulturdenkmal.Ι. Ναός Παλαιοπαναγιάς, Παιανία, Αττική bei arxaiologikoktimatologio.gov.gr

Geschichte Im Altertum gab es in der Nähe des Standorts der später errichteten Kirche eine bedeutende Wegekreuzung und einige Gräber.Arthur Milchhoefer: Karten von Attika. Erläuternder Text. Heft III-VI, Berlin 1889, S. 3 (Digitalisat) Im 11. oder 12. Jahrhundert wurde hier eine mittelbyzantinische Kreuzkuppelkirche mit Tri- oder Tetrakonchos errichtet. Zum Ende der fränkischen Herrschaft existierten Mitte des 15. Jahrhunderts bei der Kirche und dem etwa 1 km östlich gelegenen Papaggelaki zwei Dörfer. Die Kirche gehörte vermutlich zum Besitz des Klosters Kesariani, da in einem Kataster vom Beginn der osmanischen Herrschaft, 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts, dem Kloster der Besitz von Ländereien bei den Dörfern von 250 Dekar bescheinigt wurden.

Im 17. Jahrhundert wurde die Kirche vermutlich durch ein Erdbeben fast vollständig zerstört, und nur die nördliche Konche blieb erhalten. Ende des 17. oder Anfang des 18. Jahrhunderts wurde die heutige Kirche errichtet. Hierbei wurde die erhaltene Konche mit in den Bau integriert. Wie Ernst CurtiusErnst Curtius: Karten von Attika: Karten, Berlin 1881, Blatt VII (Digitalisat) und Arthur Milchhoefer berichteten, lag die Kirche um 1880 in Ruinen, und daneben lag ein verlassenes Gehöft. Im 20. Jahrhundert wurde die Kirche wiederhergestellt. Durch das königliche Dekret Φ.Ε.Κ. 194 vom 17. Juli 1923 wurden alle Kirchen Attikas, die vor 1830 errichtet wurden, zu byzantinischen Denkmälern erklärt. Durch den Regierungsanzeiger Nr. 81 und das Präsidialdekret Nr. 104 wurde am 16. Mai 1996 die Pfarrei Kimisis tis Theotokou von Palaiopanagia gegründet. Sie gehört zur Gemeinde Paiania in der Metropolie Mesogaia und Lavreotika. Auch die etwa 950 m weiter östlich errichtete Kirche Eisodion tis Theotokou ( = Gedenktag Unserer Lieben Frau in Jerusalem), die auch Misosportitissa ( = Mittlere Aussaat) genannt wird, gehört dieser Pfarrei an.

Beschreibung Die Kirche Palaiopanagia steht nahe der Attiki Odos bei der Ausfahrt 17 nach Kantza und Panagitsa, 230 m östlich der Mautstation in Richtung Athen. Sie befindet sich am Südrand der nach ihr benannten Siedlung Palaiopanagia. Im Süden und Osten stößt das Kloster Agia Triada an das Gelände der Kirche.

Es ist eine einschiffige Kirche mit Tonnengewölbe und dreiseitiger Apsis. Wie für byzantinische Kirchen üblich, ist die Apsis etwa nach Osten ausgerichtet. Das Kirchenschiff ist 9,45 m lang und 4,95 m breit. Im Norden ist die etwa quadratische Konche, die die Kirche an Höhe etwas überragt und vom Vorgängerbau erhalten blieb, integriert. Sie misst etwa 3,50 × 3,50 m und ragt etwa 2,50 m nach Norden.Ιερός Ναός ΠαλαιοΠαναγιάς Κάντζας Παιανίας bei imml.gr

Die Kirche wurde aus unbehauenen Steinen und flachen Ziegeln errichtet. Nur für die Ecken, Tür- und Fensterlaibungen und die Apsis wurden Quadersteine verwendet. Als Türsturz dienen Holzbalken. Über der Tür an der Stirnseite gibt es eine Mauernische mit einem Bildnis der Jungfrau Maria und darüber ein schmales Fenster und am Giebel ein Kreuz als Akroterion. Das Mauerwerk der Konche ist qualitativ besser ausgeführt. An der Nordseite gibt es ein Doppelfenster, das von Ziegelbögen überwölbt ist und durch eine Marmorsäule mit Marmorkapitell unterteilt ist. Ein weiteres Fenster gibt es an der Apsis. Das schmale Fenster über der Apsis ist von innen später zugemauert worden.

Die Wände des Langhauses sind im Innern undekoriert. In der nördlichen Konche gibt es rechts des Fensters eine Darstellung des Erzengel Michael und im oberen Gewölbe die Himmelfahrt Marias. Sie stammen aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Die Ikonostase aus dem Jahre 1733 zeigt die üblichen Ikonen: rechts die Jungfrau Maria, links Jesus Christus der Erretter und Johannes den Täufer. Die Inschrift über den Ikonen lautet:

Die Fresken in der Apsis zeigen in dem Gewölbe die Muttergottes vom Zeichen und darunter Eleutherius von Byzanz, Athanasius der Große, Johannes Chrysostomos, Basilius der Große, Gregor von Nazianz und Jakob, den Bruder Jesus. Über der Nische in der Prothesis, links des Altars, ist Stephanus und im Diakonikon, rechts des Altars, Nikanor dargestellt. Im Bogen über dem Altarraum sieht man links und rechts die Verkündigung des Herrn und in der Mitte das Mandylion. Diese Fresken stammen aus dem 17. oder 18. Jahrhundert.Ι.Ν. Κοιμήσεως Θεοτόκου Παιανίας (Παλαιοπαναγιά) bei palaiopanagiapaianias.gr

Im Hof um die Kirche sind einige antike Blöcke und weitere Architekturfragmente zu sehen. Südlich der Kirche befindet sich das Grab mit Kreuz von Philippos Georgios Stamatis, der am 5. September 1937 mit 78 Jahren starb. Er ist zusammen mit seiner Frau Eleftheria Syz. Phil. Stamati, die am 24. April 1963 mit 112 Jahren starb. Ein weiteres Grab befindet sich an der Nordwand der Kirche. Hier wurde das Mädchen Marika I. Papasideri beigesetzt, das mit 7 Jahren am 7. April 1945 starb. Im selben Grab wurde vier Jahre später die 70-jährige Marigo Stamati Papasideri, gestorben am 2. November 1949, beerdigt.

Literatur Charalambos Bouras, A. Kalogeropoulou, R. Andreadi: Churches of Attica, Athen 1970, S. 234–235

Weblinks

Palaiopanagia Orthodox Byzantine Church, Paiania, Greece bei orthodox-world.org Video Παλαιοπαναγιά Παιανίας bei youtube Palaiopanagia Paianias (Attica) Angelaki - Παλαιοπαναγία bei topostext.org

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