Johann Wilhelm Constantin Friedrich Hartlaub (* 29. Mai 1804 in Niederstetten-Wermutshausen; † 10. Juli 1885 in Stuttgart) war ein württembergischer evangelischer Pfarrer und Freund des Dichters Eduard Mörike.Wolfgang Schöllkopf: Wilhelm Hartlaub. Der "Ur-Freund" Mörikes. In: Dieter A. Bloedt/Hermann Ehmer/Wolfgang Schöllkopf (Hrsg.): Uracher Köpfe (= Uracher Geschichtsblätter, Bd. 2). Bad Urach 2009, S. 25–32, ISBN 978-3-923-107-49-0; Württembergische Kirchengeschichte Online (Wilhelm Hartlaub, abgerufen am 6. April 2026).

Leben und Wirken Nach dem Besuch der Lateinschule in Brackenheim und des Evangelisch-theologischen Seminars Urach trat Wilhelm Hartlaub in das Evangelische Stift Tübingen ein und studierte Evangelische Theologie an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Seine erste theologische Dienstprüfung legte er 1826 ab. Anschließend folgte das Vikariat bei der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, zuerst in Wermutshausen, wo sein Vater als Pfarrer amtierte. Nach dessen Tod übernahm sein Sohn die Pfarrstelle. Von 1851 bis 1863 war er als Pfarrer in Wimsheim (Dekanat Leonberg). Seine letzte Pfarrstelle hatte Hartlaub von 1863 bis 1883 in Stöckenburg und Vellberg (Dekanat Schwäbisch Hall) inne.

Seit seiner Schulzeit am Evangelisch-theologischen Seminar Urach war Wilhelm Hartlaub eng mit seinem dortigen Mitschüler, dem späteren Pfarrer und Dichter Eduard Mörike, befreundet. Diese Freundschaft hielt bis zum Lebensende Mörikes 1875 an.

Literatur

Eduard Mörike: Freundeslieb' und Treu'. 250 Briefe an Wilhelm Hartlaub. Klotz, Leipzig 1938. Hermann Künstner: Wilhelm Hartlaub. Pfarrer, Musiker, "Urfreund" Mörikes. Stationen seines Lebens. Weinbrunnen-Verlag, Vellberg 2002, ISBN 3-9804886-7-5.

Einzelnachweise

Kategorie:Lutherischer Geistlicher (19. Jahrhundert) Kategorie:Eduard Mörike Kategorie:Person des Christentums (Landkreis Schwäbisch Hall) Kategorie:Person (Evangelische Landeskirche in Württemberg) Kategorie:Württemberger Kategorie:Geboren 1804 Kategorie:Gestorben 1885 Kategorie:Mann