Pierre-Louis-Joseph Bourgknecht (* 25. Dezember 1846 in Romont; † 2. April 1923 in Freiburg; heimatberechtigt in Freiburg und Arconciel) war ein Schweizer Politiker und Staatskanzler des Kantons Freiburg.

Leben Pierre-Louis-Joseph Bourgknecht wurde als Sohn des Pierre Bourgknecht und der Marie-Joséphine Ruffieux geboren. Sein Vater war Rechtsanwalt, Oberamtmann des Sensebezirks und Kantonsrichter. Bourgknecht heiratete Ernestine-Marie d’Auffenberg.

Er besuchte das Kollegium St. Michael in Freiburg und legte die Matura in Einsiedeln ab. Seine Rechtsstudien begann er in Freiburg im Breisgau und beendete sie an der Rechtsschule seiner Heimatstadt, wo er 1870 das Lizentiat erlangte.

Ab 1872 war Bourgknecht Staatskanzler. Er arbeitete in der Mitte-rechts-Regierung von Louis de Weck mit. Von liberaler Gesinnung, schloss er sich der gemässigten Strömung der Zeitung Le Bien Public an. Nachdem er 1885 in seinem Amt nicht bestätigt worden war, eröffnete er eine Anwaltskanzlei in Freiburg. Von 1895 bis 1903 war er Stadtammann von Freiburg, gewählt vom ersten aus freier Volkswahl hervorgegangenen Gemeinderat. Von 1876 bis 1881 und 1896 bis 1906 sass Bourgknecht im Grossen Rat. 1896 auf einer freisinnigen Liste gewählt, widersetzte er sich der konservativen Politik von Georges Python. Von 1911 bis 1923 war er Richter am Kantonsgericht.

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Pierre Louis Joseph Bourgknecht in Base de données des élites suisses (französisch)

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