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] Garié (auch: Garyé) ist ein Dorf in der Stadtgemeinde Tillabéri in Niger.

Geographie Das Dorf liegt auf einer Insel im Fluss Niger. Es befindet sich rund 400 Meter westlich des Stadtzentrums von Tillabéri, der Hauptstadt des gleichnamigen Departements Tillabéri und der gleichnamigen Region Tillabéri. Zu den Dörfern in der Umgebung von Garié zählen Hélé Koubou im Südwesten und Néini im Westen. Am Fluss gegenüber von Garié befindet sich das Verwaltungsviertel im Stadtzentrum von Tillabéri, wo seit der Kolonialzeit mehrere staatliche Einrichtungen ihren Sitz haben.

Im System der traditionellen Herrschaft () untersteht Garié dem Kantonschef () von Sinder. Wie auf allen Flussinseln in Tillabéri besteht der Boden aus Ton. Garié ist Teil der Übergangszone zwischen Sahel und Sudan. Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge beträgt hier zwischen 400 und 500 mm.

Geschichte mini|Strauße in Garié (1909)

Garié war ursprünglich ein zu landwirtschaftlichen Zwecken angelegter Weiler. Er wurde 1907 von der damaligen französischen Verwaltung zu einem Dorf mit eigenem Ortsvorsteher erhoben.

Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) führte ab 2001 im Rahmen ihres Internationalen Programms zur Beseitigung der Kinderarbeit (IPEC) in Garié und vier weiteren Dörfern in Tillabéri ein einjähriges Projekt gegen Kinderarbeit durch. Das Projektziel bestand darin, 500 Kinder, die unter harten Bedingungen auf Getreidefarmen arbeiteten, stattdessen in Bildungseinrichtungen unterzubringen. Der staatliche Stromversorger NIGELEC elektrifizierte das Dorf im Jahr 2018.

Bevölkerung Bei der Volkszählung 2012 hatte Garié 2211 Einwohner, die in 320 Haushalten lebten. Bei der Volkszählung 2001 betrug die Einwohnerzahl 1612 in 227 Haushalten und bei der Volkszählung 1988 belief sich die Einwohnerzahl auf 1511 in 201 Haushalten.

Im Dorf leben Angehörige der ethnischen Gruppe der Wogo.

Wirtschaft und Infrastruktur Die Grundschule von Garié wurde 1975 gegründet. Die Sanierung eines Klassenraums um die Jahrtausendwende erfolgte im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Tillabéri und Juvisy-sur-Orge. Das Stadtzentrum von Tillabéri jenseits des Flusses ist mit Pirogen erreichbar.

Weblinks

Einzelnachweise

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