mini|alternativtext=Verbreitung|Verbreitungsgebiet der Talamancan-Kleinohrspitzmaus Die Talamancan-Kleinohrspitzmaus (Cryptotis gracilis) ist ein im Gebirge Talamancan im Süden von Mittelamerika verbreitetes Säugetier in der Gattung der Kleinohrspitzmäuse. Sie wird zu einer Artengruppe gezählt, die nach der Goodwin-Kleinohrspitzmaus (Cryptotis goodwini) benannt ist. In dieser Gruppe ist sie vermutlich eine ursprüngliche Art, die sich zeitig von den anderen Mitgliedern getrennt hat. Laut einer anderen Studie ist sie näher mit der Ecuador-Kleinohrspitzmaus und Cryptotis osgoodi verwandt, die zu einer anderen Artengruppe zählen. Das Typusexemplar wurde am Fuß des Berges Cerro Kamuk gefunden.
Merkmale Dieser mittelgroße Gattungsvertreter erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 60 bis 79 mm, eine Schwanzlänge von 30 bis 41 mm und ein Gewicht von 5 bis 10 g. Die Länge der Hinterfüße beträgt 13 bis 15 mm. Oberseits ist schwarzbraunes Fell vorhanden und die Unterseite trägt etwas helleres mehr graubraunes Fell. Auffällig sind lange und breite Hinterfüße mit ebenso geformten Krallen. Auf dem schwarzbraunen Schwanz sind einige kurze Haare vorhanden. Typisch für den Kopf sind winzige Augen und kleine Ohren, die kaum im Fell erkennbar sind. Verglichen mit anderen Kleinohrspitzmäusen hat das Tier einen sehr schmalen und langen Schädel. Im Oberkiefer liegen neben den Schneidezähnen je vier einspitzige Zähne. Ein ähnliches Gebiss hat die Art Cryptotis magnus, die in Mexiko lebt. Die Zähne tragen rotes Zahnschmelz.
Verbreitung und Lebensweise Die Spitzmaus bewohnt das genannte Gebirge in Costa Rica und im Westen von Panama. Sie hält sich auf 1800 bis 3400 Meter Höhe auf. In tieferen Lagen gibt es offene Wälder mit Eichen und um die Gipfel herrscht die Vegetationsform Páramo vor. Aufgrund der Ähnlichkeit zu anderen Kleinohrspitzmäusen wird eine Nahrung aus Insekten und anderen Wirbellosen angenommen. Weibchen können sich zu allen Jahreszeiten fortpflanzen und ein Wurf hat bis zu vier Neugeborene. Zum sozialen Verhalten und zu den Reviergrößen ist nichts bekannt.
Gefährdung In den Wäldern fand zwischen Beginn des 20. Jahrhunderts und den 1980er Jahren eine sehr starke Abholzung statt. Im etwa 15.500 km² großen Verbreitungsgebiet und am Rande wurden 10 Nationalparke eingerichtet. Die IUCN listet die Art als nicht gefährdet (least concern).
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Spitzmäuse