mini|Blick durch die enge Gasse auf den Glockenturm mini|Der versteckte Eingang im Sottoportego dei Armeni mini|Innenraum Santa Croce degli Armeni ist eine Kirche im Sestiere San Marco in Venedig mit der Adresse Rio Terà de le Colonne 1059. Eine erste Kirche könnte im 13. Jahrhundert von der armenischen Gemeinde erbaut worden sein, die Ersterwähnung erfolgte erst 1434. Seit 1688 begeht die armenische Gemeinde ihre Gottesdienste in dem äußerlich bescheidenen Bauwerk mit seinem, ebenfalls aus dem 17. Jahrhundert stammenden,Cesare Augusto Levi: I campanili di Venezia. Notizie storiche, Ferdinando Ongania, Venedig 1890, S. 28. schlanken Campanile am Rio dei Ferai.

Geschichte Die Kirche befindet sich in den Gebäuden des ehemaligen armenischen Hospizes, dem Zentrum der armenischen Gemeinde in Venedig. Vermutlich wurde bereits zu der Zeit, als sich die Armenier um das 13. Jahrhundert in diesem Gebäude niederließen, eine Kapelle oder eine kleine Kirche vorbereitet. Flaminio Corner führte an, Marco Ziani, Sohn des Dogen Pietro Ziani, habe in seinem Testament vom 5. Juli 1253 verfügt, dass ein Teil seines Nachlasses der Versorgung der armenischen Gemeinde zugutekommen sollte.Flaminio Corner: Notizie storiche delle Chiese e Monasteri di Venezia, Padua 1758, S. 248.

Die erste urkundliche Erwähnung der Kirche stammt aus dem Jahr 1434. Die erste Erweiterung erfolgte 1469, weitere Eingriffe folgten zwischen 1510 und 1520. Von Papst Leo X. erhielt die Gemeinde die Erlaubnis, Gottesdienste entsprechend ihrem Ritual zu begehen.

1665 bat die Gemeinde, ihre zu eng gewordene Kirche erweitern zu dürfen, doch erst 1675 erhielt sie eine Genehmigung, die jedoch mit der Auflage verbunden war, dass der Patriarch von Venedig eine Kontrolle über die Vorgänge in der Kirche und die Rituale erhielt. So wurde die Kirche vorübergehend geschlossen, und die Gemeinde erhielt von den Prokuratoren von San Marco die Genehmigung zur Verschönerung, wenn auch die Fassade bis heute äußerst bescheiden wirkt. Die Arbeiten, die unter der Aufsicht des Proto der Prokuratoren durchgeführt wurden, stießen zunächst auf Schwierigkeiten bei der Beschaffung der notwendigen Mittel. Der Beitrag des wohlhabenden armenischen Kaufmanns Gregorio di Girach Mirman und seines Sohnes, die Spenden zur Fertigstellung der Bauarbeiten beisteuerten, war entscheidend. 1688 wurde die Kirche dem Heiligen Kreuz geweiht.

Nach Renovierungsarbeiten wurde sie 1982 wieder für Gottesdienste geöffnet. Diese werden nach armenischem Ritus von den Mechitaristen von San Lazzaro gefeiert.

Literatur Ennio Concina, Piero Codato, Vittorio Pavan: Le chiese di Venezia. L’arte e la storia, Magnus, 1995, S. 101–103. Aldo Ferrari, Boghos Levon Zekiyan: Gli Armeni e Venezia. Dagli Sceriman a Mechitar: il momento culminante di una consuetudine millenaria, Istituto Veneto di Scienze, Lettere ed Arti, Venedig 2004. Ermolao Paoletti: Il fiore di Venezia ossia i quadri, i monumenti, le vedute ed i costumi veneziani, Fontana, 1839, S. 164 f. Flaminio Corner: Notizie storiche delle Chiese e Monasteri di Venezia, Padua 1758, S. 248. (Digitalisat) Johann C. Maier: Beschreibung von Venedig, Teil I, Christian Gottlieb Hertel, Frankfurt/Leipzig 1787, S. 291 f., n. 61Fehlerhafte Nummerierung, eig. n. 62. („La S. Croce degli Armeni“). (Digitalisat)

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Anmerkungen

Kategorie:Weltkulturerbe Venedig und seine Lagune Croce degli Armeni Venedig Kategorie:Kirchengebäude der Armenischen Apostolischen Kirche Kategorie:Heilig-Kreuz-Kirche Kategorie:Ersterwähnung 1434