Johann Erhardt Colerus (* 5. Mai 1623 in Amberg; † 2. Juli 1688 in Harzgerode) war ein deutscher evangelischer Hofprediger und Kirchenrat.

Leben und Wirken Colerus stammte aus der Oberpfalz. Er wurde 1649 Hofprediger und gleichzeitig Superintendent des Fürstentums Anhalt-Harzgerode und in dieser Eigenschaft auch Kirchenrat. Von ihm stammen u. a. Leichenpredigten für verstorbene Angehörige des Fürstenhauses Anhalt. Er selbst wurde ebenfalls mit einer Leichenpredigt gewürdigt, die anlässlich seiner Beerdigung am 8. Juli 1688 in Harzgerode von seinem Amtsnachfolger gehalten wurde und in Druck erschien.

Schriften (Auswahl) Aller Getreuen Christen HimmelsLohn : Bey der ansehnlichen Leichbegängnüs/ Des Edlen ... Caspar Pfauen/ Fürstllichen Anhaltischen Wohlverordneten Gesambt- und Hoffraths zu Hartzgeroda ... Welcher am 2. Decembris, Anno 1658. selig in Gott entschlaffen/ und den 20. selben Monats ... zu Hartzgerode in der Kirchen beygesetzet worden. Aus dem schönen Spruch I Tim. IV, v. 7.8. dargestellet. Cöthen 1659. Trauer-Sermon/ Als Der Durchleuchtigste Fürst und Herr/ Herr Friderich/ Fürst zu Anhalt/ Graff zu Ascanien/ Herr zu Bernburg/ und Zerbst/ [et]c. Des Hochlöblichen Fürstlichen Hauses Anhalt Senior und OberDirector. Den 30. Junii Anno 1670. zu Plötzkau in Gott seelig verschieden; und der verblichene Fürstliche Leichnam den 7. Julii in dero Residentz Hartzgeroda gebracht/ und Abends nach 10. Uhr in das Fürstliche Schlaff-Kämmerlein in der Kirchen daselbst eingesencket worden. Cöthen 1671.

Literatur Christliche Leich-Predigt. Quedlinburg 1688.

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