Die Michigan-Synode, auch Missionarische Synode des Westens () genannt, war ein Zusammenschluss deutschamerikanischer lutherischer und reformierter Kirchengemeinden in den US-Bundesstaaten Michigan und Ohio.

Geschichte mini|Friedrich Schmid war die prägende Gestalt der Michigan-Synode Bereits 1833 war der lutherische Pfarrer Friedrich Schmid vom Basler Missionshaus in die Vereinigten Staaten entsandt worden, nachdem ein Gesuch von schwäbischen Immigranten aus Ann Arbor dort eingegangen war. Im Sommer traf Schmidt in Detroit ein, wo er am 18. August den ersten lutherischen Gottesdienst der Stadt in der Werkstatt des Schreiners John Haik abhielt. Wenige Tage später kam er in Ann Arbor an und begann mit dem Bau eines Gotteshauses, der Salem Lutheran Church. Der nächste deutsche Pfarrer, der auf Geheiß der Basler Mission in Detroit eintraf, war der Reformierte F. P. Schwabe, der dort mit der St. John’s Evangelical Church ebenfalls eine Gemeinde gründete. Schmid gründete in dieser Zeit selbst 20 Gemeinden.

Schmid organisierte nun am 16. August 1840 mit Schwabe und J. P. Mann die Michigan-Synode als ersten Zusammenschluss der Gemeinden in Michigan, von denen er selbst an der Gründung von 20 beteiligt war. Die Synode entsandte drei Missionare zu den Ojibwe und auch Wilhelm Löhe unterstellte ihr seine Indianer-Mission in Michigan, unter der Bedingung, dass die Synode lutherischen Bekenntnisses bliebe. Bald schlossen sich weitere Geistliche aus dem Umfeld Löhes der Synode an, unter ihnen Georg Wilhelm Hattstädt, Philipp Jakob Trautmann, Friedrich Lochner und August Craemer. Auch eigene Geistliche konnten ordiniert werden, darunter George Cronenwett und Francis Hoffmann.

Zwischen den Basler Zugängen George Sink und Simon Dumser und den Männern aus Neuendettelsau kam bald ein Konflikt um den Bekenntnisstand der Synode auf. Während die Löhe-Männer konfessionelle Lutheraner waren, gab es unter den Baslern auch reformierte Geistliche. Die Lutheraner zogen sich 1846 aus der Synode zurück und schlossen sich bald überwiegend der neugegründeten Missouri-Synode an. Andere, darunter Schmidt und Cronenwett, gingen zur Ohio-Synode.

Schmidt, der nach kurzer Zeit in der Ohio-Synode als unabhängiger Pastor im südlichen Michigan gewirkt hatte, gründete 1860 mit einigen neuen Zugängen aus Basel erneut eine Michigan-Synode. Diese schloss sich 1917 der Wisconsin-Synode an.

Einzelnachweise

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