Bony und die Maus (in der englischsprachigen Ursprungsfassung Bony and the Mouse, in US-amerikanischen Ausgaben unter dem Titel Journey to the Hangman) ist ein Kriminalroman des australischen Schriftstellers Arthur W. Upfield und der vierundzwanzigste, in dem er den Detektiv „Bony“ ermitteln lässt.Die Ausgangsversion dieses Artikels wurde auf Grundlage der (englischsprachigen) Ausgabe von Angus & Robertson, 1991, erstellt; siehe Abschnitt „Ausgaben“.
Hintergrund und Rahmen Der Roman spielt im April 1958Upfield: Bony and the Mouse, S. 8, 99. in der Ein-Straßen-Siedlung„A one-pub town“ (Upfield: Bony and the Mouse, S. 7). „Daybreak“. Der Ort ist fiktiv.Browne, S. 120. Upfield platziert ihn im Innern von Westaustralien, 150 Meilen (230 km) nördlich von Laverton.Upfield: Bony and the Mouse, S. 5. In dieser kleinen Ortschaft mit wenigen Einwohnern kennt jeder jeden und ausgerechnet hier geschehen zwischen Juli 1957 und Januar 1958Upfield: Bony and the Mouse, S. 8. drei Morde, die zudem keine Gemeinsamkeiten aufzuweisen scheinen. In dieser Situation trifft Bony ein, um die Ermittlungen aufzunehmen.
Das Setting gibt Arthur W. Upfield wieder Gelegenheit zu großartigen Landschaftsschilderungen, insbesondere einem Mulga-Wald, in den er Teile der Handlung legt.Browne, S. 121. Auch die Interaktion mit den Aborigines nimmt wieder breiten Raum ein.
Personen Ermittler Bony trifft mit einem Reit- und einem Packpferd inkognito als Wanderarbeiter in Daybreak unter dem Namen „Nat Bonnar“ ein. Hier findet er gleich zwei Jobs: einen als Einreiter eines Pferdes des einzigen Polizisten, der vor Ort stationiert ist, Police Constable Georg Harmon, und den anderen als Barmann im einzigen Hotel des Ortes.
Die Einwohner In Daybreak wohnen eine Reihe, auch skurriler, Gestalten. An der Spitze steht Melody Sam, eigentlich Samuel Loader.Upfield: Bony and the Mouse, S. 20. Vor langer Zeit durch Goldfunde reich geworden, hat er den Ort Daybreak gegründet, der ihm einschließlich der Kirche bis auf die staatlichen Einrichtungen, Polizeiposten und Postamt, gehört. Er liebt es, seine Geige spielend, die einzige Straße des Ortes auf und ab zu gehen. Außerdem neigt er gelegentlich zu Alkohol-ExzessenDas kommentiert Arthur W. Upfield mit der Bemerkung: It is said that Australia rides on the sheep’s back. All tosh, of course, because it floats on beer. (Man sagt, Australien reite auf dem Rücken von Schafen. Ist natürlich Blödsinn, es schwimmt auf Bier.) (Upfield: Bony and the Mouse, S. 24). und betreibt auch das einzige Hotel des Ortes mit dem einzigen öffentlichen Alkohol-Ausschank, wo Bony eine Anstellung findet. Die Schwester von Constable Georg Harmon, Esther, lässt schon mal einen Gefangenen frei, wenn sie der Ansicht ist, ihr Bruder habe ihn zu Unrecht verhaftet. Und der örtliche Metzger, Fred Joyce, kümmert sich um den jugendlichen Kleinkriminellen Tony Carr, der irgendwie in Daybreak gestrandet ist. Dann wohnt in Daybreak noch die Krankenschwester Jenks, die als Einzige nicht in dem traditionellen Beziehungsgeflecht des Ortes eingebunden zu sein scheint und so für Bony eine interessante Informationsquelle ist. Außerdem hat der örtliche Stamm der Aborigines in der Nähe des Ortes seinen Kultplatz und ein Lager.
Handlung Als Bony in Daybreak eintrifft, scheint die einzige Gemeinsamkeit aller drei bisher begangenen Morde in Fußspuren zu bestehen, die der Täter immer hinterlassen hat. Sie ähneln den Spuren von Tony Carr, ohne dass man ihm eine Tat nachweisen kann. Letztendlich kommt Bony mit seinen Ermittlungen erst voran, als ein vierter Mord geschieht und dem Täter dabei ein Fehler unterläuft.
Ausgaben Soweit nicht anders angegeben, stammen die nachfolgenden Angaben zu den englischsprachigen Ausgaben mit dem Titel Bony and the Mouse aus dem Katalog der Australischen Nationalbibliothek.Bony and the Mouse im Katalog der Australischen Nationalbibliothek. Heinemann, London 1959 Heinemann, London 1961Browne, S. 119. Pan, London 1961 Heinemann, London 1967 Ulverscroft, Leicester 1973. ISBN 0-85456-186-2 (Großdruck) Pan Books zusammen mit Heinemann, Sydney 1984 Angus & Robertson, North Ryde (NSW) 1991. ISBN 0-207-16326-X (Taschenbuch) ETT Imprint, Royal Exchange (NSW) 2020. ISBN 978-1-92238434-8 Bony and the mouse. Journey to the hangman. ETT Imprint, Royal Exchange (NSW) 2020. ISBN 978-1-92238435-5. E-Buch
Die nachfolgenden Angaben zu den englischsprachigen Ausgaben mit dem Titel Journey to the Hangman stammen aus dem Katalog der Library of CongressJourney to the Hangman im Katalog der Library of Congress.: Doubleday, Garden City (NY) 1959; für den Crime Club Collier Books, New York 1987
Deutschsprachige Ausgaben erschienen unter dem Titel Bony und die MausAngaben nach dem Katalog der Deutschen Nationalbibliothek.: Goldmann, München 1959 Goldmann, München 1961 (= Goldmanns Taschen-Krimi, Bd. 1011) Goldmann, München, (2. Auflage) und Krimi-Verlag, Wollerau, 1972 Goldmann, München, und Krimi-Verlag, Wollerau, 1975 (= Goldmann-rote-Krimi 1011) Goldmann, München 1981 (4. Auflage) Goldmann, München 1990 (5. Auflage). ISBN 3-442-01011-X Goldmann, München 1995 (6. Auflage). ISBN 3-442-01011-X
Literatur Ray B. Browne: The spirit of Australia. The crime fiction of Arthur W. Upfield. University Press, Bowling Green 1988, ISBN 0-87972-402-1
Anmerkungen
Einzelnachweise
Kategorie:Literarisches Werk Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Englisch) Kategorie:Australische Literatur Kategorie:Roman, Epik Kategorie:Kriminalliteratur Kategorie:Arthur W. Upfield