Der Weierbach – früher auch Dorfbach genannt – ist ein Nebenbach des Landbachs und somit ein indirekter Zufluss des Rheins im Schweizer Kanton Zürich. Er entwässert einen Teil des Gemeindegebiets von Rafz, ist allerdings nach verschiedenen Baumassnahmen stark verändert und praktisch auf seiner ganzen Länge eingedolt. Der Bach diente seit dem Mittelalter auch dem Antrieb mehrerer Rafzer Wasserkraftmaschinen und der Siedlungsentwässerung.

Der Weierbach ist als mittelsteiles, kleines Fliessgewässer des kollinen, karbonatischen Mittellands definiert.Geoinformationssystem des Kantons Zürich

Geographie Verlauf Der Bach entspringt im Tal Riet nordöstlich von Rafz nördlich des Hügels Gnal auf etwa Seine Quelle wird aus Hochterrassenschotter auf den Hügeln nördlich des Dorfes gespiesen. Er fliesst in südwestlicher Richtung zum Dorf Rafz hinunter und ist an zwei Stellen zu Weihern aufgestaut, von denen er wohl seinen Namen erhalten hat. Der Obere Weiher diente der Wasserzufuhr für die 1835 gebaute Obere Mühle und der Untere Weiher dem Antrieb der Unteren Mühle im Oberdorf von Rafz. Die ehemalige Säge bei der Unteren Mühle wurde in das Freilichtmuseum Ballenberg überführt. Die beiden Weiher sind die einzigen heute noch offenen Stellen im Verlauf des Bachs.

Der Weierbach durchquert die Ortschaft Rafz unterirdisch und nimmt dabei mehrere ebenfalls eingedolte Nebenbäche auf, die von den Rebbergen beim Dorf kommen. Im Dorfzentrum verlief der Bach noch nach der Mitte des 20. Jahrhunderts auf einer kurzen Strecke als offenes Gewässer. 1963 bewilligte die kantonale Baudirektion der Meliorationsgenossenschaft Rafz, die Bäche mit einer neuen Hauptleitung oder «Meteorwasserdole» von bis zu 150 cm Lichtweite zu sammeln, am Fusse des Rebberges um den Dorfkern herum zu leiten und bei der neuen Kläranlage dem Landbach zuzuführen. Der untere Abschnitt des Dorfbachs diente noch als Vorfluter der Kanalisationsleitungen im Oberdorf. 1966 bewilligte der Regierungsrat des Kantons Zürich der Gemeinde Rafz zudem die Ablösung des unteren Dorfbachabschnitts durch einen neuen Sammelkanal der Gemeindekanalisation und verfügte die Aufhebung des Dorfbachs von Rafz als öffentliches Gewässer.

Als hydrologischer Strang des Gewässers gilt seit der Ausführung dieser Bauprojekte der unterirdische Kanal, der westlich der Dorfsiedlung durch die Flur Winkel führt und unterhalb der (seit der Gründung des Abwasserverbands Rafzerfeld aufgehobenen) Kläranlage von Rafz in den Landbach mündet.

Einzugsgebiet Das 1,56 km² grosse Einzugsgebiet des Weierbachs wird über den Landbach und den Rhein zur Nordsee entwässert.

Es besteht zu 30,8 Prozent aus bestockter Fläche, zu 41,2 Prozent aus Landwirtschaftsflächen und zu 28,0 Prozent aus Siedlungsfläche.

Flächenverteilung

Die mittlere Höhe des Einzugsgebietes beträgt

Weblinks

Weierbach auf dem Geoportal des Kantons Zürich

Einzelnachweise

Kategorie:Rafz