Der Leipziger Kammerchor e. V. ist ein gemischter Chor aus Leipzig, der 1973 gegründet wurde. Er tritt regelmäßig im Gewandhaus, der Thomaskirche und dem Völkerschlachtdenkmal auf. Der Chor hat ein breites Repertoire, das von Barockmusik bis hin zu zeitgenössischen Uraufführungen reicht. Geleitet wird er von Andreas Reuter und ist als Vertreter Sachsens zum Deutschen Chorwettbewerb 2027 nominiert.
Geschichte Der Chor wurde von Johannes Schulz, einem Sänger des Rundfunkchors Leipzig, ins Leben gerufen. In den Anfangsjahren unternahm das Ensemble Konzertreisen nach Osteuropa (u. a. Kiew, Brünn und Krakau) und etablierte eine Tradition jährlicher Weihnachtskonzerte im Alten Rathaus zu Leipzig.
Unter der Leitung von Michael Gläser (1985–1990) erlebte der Chor eine Phase hoher künstlerischer Intensität, die 1989 mit der Verleihung des Kunstpreises der Stadt Leipzig gewürdigt wurde. Nach der deutschen Wiedervereinigung folgten verschiedene künstlerische Leiter, die das Profil des Chores schärften, darunter Heiko Reintzsch, der den Chor zu internationalen Erfolgen bei den World Choir Games führte.
Seit 2009 liegt die künstlerische Leitung bei Andreas Reuter. Im Jahr 2015 erfolgte eine strukturelle Neuordnung des Chores in zwei Gruppen, um unterschiedlichen musikalischen Schwerpunkten gerecht zu werden. Sein 50-jähriges Bestehen feierte der Chor in den Jahren 2023 und 2024 mit einer Reihe von Jubiläumskonzerten, darunter Aufführungen von Mozarts Requiem oder Auftritte zum Lichtfest Leipzig 2023. Der Chor gestaltet regelmäßig Motetten in der Thomaskirche zu Leipzig oder trat im Leipziger Gewandhaus auf.
Er ist als Vertreter Sachsens zum Deutschen Chorwettbewerb 2027 nominiert.
Einzelnachweise
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