Lea Hartlaub (* 1981) ist eine deutsche Regisseurin, Kamerafrau und Filmeditorin, die vor allem essayistische Dokumentarfilme schafft.

Leben Hartlaub wuchs in Frankfurt am Main auf. Mit 14 Jahren erhielt sie ihre erste Spiegelreflexkamera und begann mit analoger Fotografie. Während eines vierjährigen Aufenthalts im Vereinigten Königreich erprobte sie das Filmemachen zunächst autodidaktisch; 2002 begann sie dort mit ersten Kurzfilmen. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland studierte sie an der Kunsthochschule für Medien Köln und schloss dort ein Diplom in Fotografie und Medien sowie ein Aufbaustudium der Film- und Medienkunst ab. Neben ihren filmischen Projekten arbeitete sie auch mit Videoinstallationen.

Wirken Vor sr erschienen von ihr Uhlenflug, Bensberg September 2009, Rare Birds in These Lands und Sunny Night. Der Dokumentarfilm Uhlenflug porträtiert einen 75-jährigen Bauern im hessischen Vogelsbergkreis und wurde 2012 auf 3sat erstaufgeführt. In ihren Filmen nutzt Hartlaub essayistische und konzeptuelle Verfahren.

Mit sr schuf sie 2024 einen 103 Minuten langen Essayfilm, der in 16 Fragmenten die Giraffe als wiederkehrendes Motiv nutzt und über 30 Schauplätze hinweg menschliche und kulturelle Geschichte verknüpft. sr lief 2024 in der Tiger Competition des International Film Festival Rotterdam als Weltpremiere und kam am 19. März 2026 in die deutschen Kinos. Kritiken beschrieben den Film als anspruchsvolles erzählerisches Experiment, das Kolonialismus, Wissensordnungen und menschliche Projektionen auf die Giraffe in weiträumige Zusammenhänge stellt.

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Einzelnachweise

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