mini|St. Viti in Didderse Die evangelisch-lutherische St.-Viti-Kirche steht in Didderse, einer Gemeinde im Landkreis Gifhorn in Niedersachsen. Als Teil der Kirchengemeinde Didderse-Neubrück im Kirchenkreis Gifhorn gehört sie der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers an.

Geschichte Mit ihrer Benennung nach St. Vitus verweist die Kirche zu Didderse auf eine frühe Gründung durch das Stift Corvey, dessen Patron er war. 1316 wird die dem Bistum Hildesheim zugehörige Pfarrei erstmals urkundlich erwähnt. Mit der Einführung der Reformation lutherischen Bekenntnisses 1527 durch Herzog Ernst „der Bekenner“ wurde auch die Kirche von Didderse evangelisch.

Nach einem Blitzschlag am 9. August 1741 wurde der Glockenturm der mittelalterlichen Vorgängerkirche so schwer beschädigt, dass Ausbesserungsarbeiten erfolgten. 1819 kam es zum Abbruch der Kirche, an deren Stelle 1826 der heutige Neubau nach Plänen des Hannoveraner Konsistorialbaumeisters Ludwig Hellner begonnen wurde. Die Einweihung der fertiggestellten Kirche erfolgte 1834.

Architektur Die Didderser Kirche stellt eine vierachsige spätklassizistische Saalkirche dar, deren Satteldach von einem schiefergedeckten Dachreiter mit ins Achteck überführtem Helm über dem Westgiebel bekrönt wird. Der von hohen, rundbogig geschlossenen Sprossenfenstern belichtete Kirchenraum besitzt eine allseitig umlaufende Empore, in die der Kanzelaltar integriert ist.

Orgel 1850 erhielt die St.-Viti-Kirche durch den Orgelbauer Ernst Wilhelm Meyer in Hannover ihre Orgel von neun Registern, verteilt auf ein Manual und Pedal. 1934 erfolgte ein Um- und Neubau durch P. Furtwängler & Hammer in Hannover unter Verwendung der alten Hauptwerks- und Pedallade, aber unter Zufügung eines zweiten Manuals und Erweiterung des Pfeifenbestandes auf 16 Register. 1970 kam es zu einem Neubau des Werks unter Einbeziehung des klassizistischen Prospekts durch Gebrüder Hillebrand Orgelbau (Altwarmbüchen), wobei das Werk wieder auf ihr ursprüngliches Format von einem Manual mit Pedal bei acht Registern reduziert wurde. Das Werk besitzt wieder eine mit Schleifladen ausgestattete mechanische Traktur.

Literatur

Weblinks

Website der Kirchengemeinde kirchengemeindelexikon.de

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