Leïla Ka, eigentlich Leïla Le Moniès de Sagazan (geboren 1992 in Saint-Nazaire), ist eine französische Tänzerin und Choreografin.
Leben Familie und Ausbildung Ihre Mutter, Gaëlle Le Rouge de Rusunan, ist Lehrerin. Ihr Vater Olivier de Sagazan ist Maler, Bildhauer und Performance-Künstler. Neben ihrer jüngeren Schwester, der Sängerin Zaho de Sagazan, hat sie zwei weitere Schwestern.
Grundlegende Fertigkeit im Tanz erwarb sie als Autodidaktin. Bei einem Hip-Hop-Workshop in Saint-Nazaire entdeckte sie die Kraft der Choreografie:
Nach einigen Jahren Hip-Hop-Training stellte sie sich einem Casting der Choreografin Maguy Marin und bekam eine Rolle in deren Stück May B. Bei ihr perfektionierte Leïla Ka in der Folgezeit ihre Ausbildung und entwickelte den Wunsch, selbst wie Maguy Marin Shows auf der Bühne zu inszenieren.
Künstlerische Karriere Ihr erstes eigenes Solostück Pode ser brachte sie 2018 auf die Bühne. Es wurde seitdem mehr als 200mal aufgeführt. Es folgten 2019 das Solo C’est toi qu’on adore und 2022 das Duo Se faire la belle. Für den Wettbewerb Danse Élargie schuf sie im selben Jahr das Stück Bouffées. Sie gewann damit den ersten Preis.
2023 brachte sie Maldonne auf die Bühne, ein Stück für fünf Interpretinnen. Der Titel des Stücks greift einen Begriff aus dem Kartenspiel auf und thematisiert die Ungleichheit der Chancen zwischen Frauen und Männern:
Mit dem Stück ging sie in Frankreich auf Tournee. Anschließend wurde und wird es mit großem Erfolg international aufgeführt (Stand März 2026), darunter in Deutschland, Spanien, den Niederlanden, Serbien und am Sadler's Wells in London.
Auf Anregung von Cédric Klapisch schuf sie zwei Choreografien, die sie bei der Verleihung des César 2025 aufführte.
Leïla Ka ist assoziierte Künstlerin beim Pariser Centquatre, der scène nationale de Cavaillon und der scène nationale de Dieppe.
Rezeption Die französische Ausgabe der Vogue bezeichnete sie als
Louise Chevillard schrieb in der Kulturzeitschrift La Terrasse über Maldonne:
Das Sadler's Wells würdigte das Stück als
Skeptischer urteilte die Kritikerin Mercedes L. Caballero in El País. Das Stück verliere sich im Anekdotischen:
Auszeichnungen
2022 erster Preis des Wettbewerbs Danse Élargie des Pariser Théâtre de la Ville – Sarah-Bernhardt für Bouffées. 2022 Révélation choréographiquechoreografische Neuentdeckung des Syndicat de la critique.
Einzelnachweise
Kategorie:Tänzer (Frankreich) Kategorie:Choreograf Kategorie:Franzose Kategorie:Geboren 1992 Kategorie:Frau