Jocelyn „Jackie“ Lane (eigentlich: Jocelyn Olga Bolton; * 16. Mai 1937 in Wien) ist eine britische Schauspielerin und Model der 1950er und 1960er Jahre. Sie war mit Prinz Alfonso zu Hohenlohe-Langenburg verheiratet.

Leben und Karriere

Frühe Jahre Jocelyn Olga Bolton wurde 1937 in Wien geboren. Sie ist die jüngste Tochter der aus Russland stammenden Pianistin Olga Mironova und des Engländers John Bolton, der für eine amerikanische Ölfirma arbeitete und später bei einem Autounfall in den USA ums Leben kam.Glamour Girl

Sie besuchte Schulen in New Rochelle, New York. Im Alter von 14 Jahren zog sie nach Großbritannien, wo sie eine Tanzausbildung erhielt. Ihre ältere Schwester Mara Lane war in den 1950er Jahren ebenfalls Model und Schauspielerin.

Karriere Lane etablierte sich mit 18 Jahren als Model in Großbritannien unter dem Pseudonym Jackie Lane. Ab 1955 wirkte sie in mehreren britischen Filmen mit, beginnend mit dem Reisedokumentarfilm April in Portugal. Eine ihrer markantesten Filmrollen der 1950er Jahre war die der zweiten weiblichen Hauptrolle in Es begann, als sie nein sagte (1957) unter der Regie von Herbert Wilcox mit Frankie Vaughan in der Hauptrolle.

Da Lane mit einer anderen Schauspielerin namens Jackie Lane (bekannt aus Doctor Who) verwechselt wurde, wurde sie nach ihrem Umzug nach Hollywood 1964 unter ihrem vollen Vornamen geführt. Ihre Ähnlichkeit mit Brigitte Bardot wurde häufig bemerkt. Sie war in der Septemberausgabe 1966 des Playboy-Magazins abgebildet.Playboy magazine, September 1966

1965 spielte sie an der Seite von Elvis Presley in Cowboy Melodie und übernahm später mehrere Rollen in Hollywood-Filmen, unter anderem 1969 die der Bikerin Cathy in Die wilden Schläger von Rockers Town. Sie hatte Gastauftritte in amerikanischen Fernsehserien. 1971 zog sie sich aus dem Filmgeschäft zurück. Ihr Schaffen umfasst rund 40 Film- und Fernsehproduktionen.

Privates Lane heiratete am 3. Mai 1973 Prinz Alfonso zu Hohenlohe-Langenburg in Marbella, Spanien. 1975 brachte sie Prinzessin Arriana Theresa Maria von Hohenlohe-Langenburg, ihr einziges Kind, zur Welt. 1985 wurde ihre Ehe mit Prinz Alfonso geschieden, und sie erhielt eine Abfindung in Höhe von einer Million Dollar. Sie gab an, die Summe sei „einer Prinzessin nicht wirklich angemessen“.

Lane entwirft Federketten, die unter dem Namen „Princess J Feather Collection“ in Kalifornien und London vertrieben werden.

Filmografie

Filme

1954: Glück auf Raten 1956: The Gamma People 1957: Es begann, als sie nein sagte 1957: The Truth About Women 1958: Wonderful Things 1959: Hügel des Schreckens 1959: Der Tod hat Verspätung 1960: Urlatori alla sbarra 1960: Mit Himbeergeist geht alles besser 1960: Robin Hood und die Piraten 1961: Lieben Sie Brahms? 1962: Marte, dio della guerra 1962: Ein Königreich für einen Affen 1962: Two and Two Make Six 1962: Fallen für Fra Diovolo 1962: Le sette folgori di Assur 1965: Das Schwert des Ali Baba 1965: Cowboy Melodie 1966: Western-Patrouille 1966: Mohn ist auch eine Blume 1966: Bel Ami 2000 oder Wie verführt man einen Playboy 1969: Die wilden Schläger von Rockers Town 1969: Fahr zur Hölle, Gringo 1970: Sie nannten ihn Pretty Boy Floyd

Fernsehserien

1956: Sailor of Fortune (1 Folge) 1958: Charlie Drake (1 Folge) 1962: Die Betrüger (1 Folge) 1962: Armchair Theatre (1 Folge) 1963: Love Story (1 Folge) 1965: Alfred Hitchcock präsentiert (1 Folge) 1965: Gauner gegen Gauner (1 Folge) 1965: Solo für O.N.C.E.L. (1 Folge) 1965: Amos Burke (1 Folge) 1965–1966: Bob Hope Presents the Chrysler Theatre (2 Folgen) 1966: Wettlauf mit dem Tod (1 Folge) 1966: The Smothers Brothers Show (1 Folge) 1966: Dancer für U.N.C.L.E. (1 Folge) 1966: Verrückter wilder Westen (1 Folge) 1968: Ihr Auftritt, Al Mundy (1 Folge) 1969: Mini-Max (1 Folge) 1969: The Queen and I (1 Folge)

Als Produzentin

2015: Game Changers (Fernsehserie, 1 Folge)

Weblinks

Einzelnachweise

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