mini|hochkant|Gemälde Sebastian von Castelbergs, nach 1572 Sebastian(us) von Castelberg (* um 1540; heimatberechtigt in Disentis; † 1587) war ein Bündner Gesandter und Landrichter.

Leben und Wirken Sebastian von Castelberg war Sohn des Johann Christian von Castelberg und der Luzia Stöckl, die aus Hertenberg in Tirol stammte. Nach Katharina Caverdina heiratete er in zweiter Ehe Agatha de Florin, die einer einflussreichen Familie der Cadi angehörte. Sein Bruder Christian war von 1566 bis 1584 Abt des Klosters Disentis.

Von Castelberg stand von 1558 bis 1570 in französischen Militärdiensten. Danach diente er als Gesandter der Drei Bünde in Venedig, Frankreich und Innsbruck. Als Landrichter hatte er 1576, 1579 und 1582 das höchste politische Amt des Grauen Bundes inne, 1578 war er Landammann der Gerichtsgemeinde Disentis.Sebastian von Castelberg in der Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen. Der Papst ernannte ihn 1572 zum Ritter vom Goldenen Sporn. Sieben Jahre später wurde er Chevalier der französischen Krone. Im Jahr 1570 liess er südlich der St. Placiduskapelle Schloss Caschliun erbauen.

Sein Grossneffe Sebastian von Castelberg wurde 1614 Disentiser Abt.

Literatur Erwin Poeschel: Die Familie von Castelberg, Sauerländer, Aarau 1959. S. 139–170, 518. Augustin Maissen: Die Landrichter des Grauen Bundes, 1424–1799, 1990. S. 59–60.

Belege

Kategorie:Kantonspolitiker (Graubünden) Kategorie:Gesandter in Venedig Kategorie:Richter (Schweiz) Kategorie:Schweizer Offizier in fremden Diensten Kategorie:Träger des Ordens vom Goldenen Sporn Sebastian Kategorie:Adliger Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren im 16. Jahrhundert Kategorie:Gestorben 1587 Kategorie:Mann