Karl Maximilian Joseph Gustav Freiherr von Schacky auf Schönfeld (* 15. Juli 1842 in Landshut; † 26. August 1925 auf Schloss Bruckberg) war ein bayerischer Generalleutnant, Kämmerer und Herr auf Bruckberg.
Leben Herkunft Maximilian war ein Sohn des gleichnamigen bayerischen Rittmeisters und Herrn auf Bruckberg Maximilian Freiherrn von Schacky auf Schönfeld (1812–1856) und dessen Ehefrau Isabella, geborene Hartmann (1816–1891). Sie verheiratete sich am 9. September 1857 mit dem bayerischen Generalmajor Adolf Baumüller († 1877). Der bayerische General der Kavallerie Karl von Schacky auf Schönfeld (1848–1929) war sein jüngerer Bruder.
Militärkarriere Nach dem Besuch des Kadettenkorps in München trat Schacky Ende August 1862 als Junker in das 2. Kürassier-Regiment „Prinz Adalbert“ der Bayerischen Armee ein. Mit der Beförderung zum Unterleutnant wurde er Ende Mai des Folgejahres zunächst in das 6. Chevaulegers-Regiment „vacant Herzog von Leuchtenberg“ und Ende November in das neu formierte 3. Ulanen-Regiment versetzt. Im Krieg gegen Preußen war Schacky 1866 als Ordonnanzoffizier bei der 3. Infanterie-Division und wurde in der Schlacht bei Kissingen durch zwei Infanterie-Geschosse am Kopf verwundet. Daraufhin erhielt er einen fünfmonatigen Erholungsurlaub.
Während des Krieges war er am 5. Juli 1866 zum Oberleutnant im 2. Ulanen-Regiment „König“ befördert worden. Mitte Mai 1867 trat Schacky zum 2. Chevaulegers-Regiment „Taxis“ über und absolvierte 1869/70 einen Lehrkurs an der Equitationsanstalt in München. Mit Ausbruch des Krieges gegen Frankreich kehrte er zu seinem Regiment zurück und konnte sich bei Patrouillenritten bei Wörth sowie vor Paris bewähren. Dafür wurde er mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet.
Nach dem Friedensschluss setzte Schacky 1871/72 seine Ausbildung an der Equitationsanstalt fort und wurde am 19. März 1872 in das 2. Kürassier-Regiment „Prinz Adalbert“ rückversetzt. 1874/76 war er als Reitlehrer an der Equitationsanstalt tätig und trat Ende Juni 1876 mit der Beförderung zum Rittmeister als Eskadronchef im 4. Chevaulegers-Regiment „König“ in den Truppendienst zurück. Unter Stellung à la suite seines Regiments erfolgte Anfang September 1885 seine Versetzung als Reitlehrer erneut an die Equitationsanstalt. Am 1. Dezember 1886 wurde Schacky unter Beförderung zum Major zum Kommandeur der Equitationsanstalt ernannt, die er bis zum 31. Dezember 1887 leiten sollte. Anschließend in die Zentralstelle des Generalstabes versetzt, beauftragte man ihn am 8. März 1889 mit der Führung des 1. Chevaulegers-Regiments „Kaiser Alexander von Rußland“. Unter Beförderung zum Oberstleutnant erfolgte am 30. Oktober 1889 seine Ernennung zum Regimentskommandeur. In dieser Eigenschaft erhielt Schacky Anfang November des Jahres die Erlaubnis zur Annahme des ihm durch seinen Regimentsinhaber verliehenen Ordens der Heiligen Anna II. Klasse.Bayerisches Kriegsministerium (Hrsg.): Verordnungs-Blatt. Nr. 48 vom 9. November 1889, S. 429. Vom 10. November 1890 bis zum 17. August 1891 war er Kommandeur des 1. Schwere-Reiter-Regiments „Prinz Karl von Bayern“. Anschließend beauftragte man ihn unter Stellung à la suite seines Regiments mit der Führung der 1. Kavallerie-Brigade und gleichzeitig mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Inspekteurs der Militärischen Strafanstalten. Schacky wurde am 18. Oktober 1892 Oberst und Brigadekommandeur. Anfang November 1892 erhielt er die Erlaubnis zur Annahme des Komturkreuzes des Leopold-Ordens, wurde 1894 durch Prinzregent Luitpold zum Kämmerer ernannt und am 17. Juli 1896 zum Generalmajor befördert.Bayerisches Kriegsministerium (Hrsg.): Verordnungs-Blatt. Nr. 42 vom 9. November 1892, S. 392. Im Laufe des Jahres 1897 erhielt Schacky die Erlaubnis zur Annahme des Großkomturkreuzes des Greifenordens, des Roten Adlerordens II. Klasse und des Großoffizierskreuzes des St. Mauritius- und Lazarus-Ordens. In Genehmigung seines Abschiedsgesuches wurde er unter Verleihung des Großkomturkreuzes des Militärverdienstordens am 17. Dezember 1899 mit der gesetzlichen Pension zur Disposition gestellt.
Aus Anlass der Einhundertjahrfeier des 1. Schweren Reiter-Regiments „Prinz Karl von Bayern“ verlieh ihm Prinzregent Luitpold am 18. Juni 1914 den Charakter als Generalleutnant mit dem Prädikat „Exzellenz“.Bayerisches Kriegsministerium (Hrsg.): Verordnungs-Blatt. Beilage zu Nr. 14 vom 20. Juni 1914, S. 138.
Familie Schacky hatte sich am 12. September 1868 mit Therese Freiin von Lindenfels (1841–1892) verheiratet. Nach ihrem Tod heiratete er am 5. Mai 1894 in München Felicitas Gräfin von Gatterburg (* 1864). Aus der ersten Ehe gingen zwei früh verstorbene Kinder und aus der zweiten Ehe die Tochter Maria-Therese (* 1895) hervor.
Literatur Gundula Gahlen: Das bayerische Offizierskorps 1815–1866. (= Krieg in der Geschichte. Band 63), Ferdinand Schöningh, Paderborn 2011, ISBN 978-3-506-77045-5, S. 717. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser. 1921. Einundsiebzigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1920, S. 812–814. (Digitalisat) Theodor von Pfetten-Arnbach, Hans Fahrmbacher: Das Königlich Bayerische 1. Schwere Reiter-Regiment Prinz Karl von Bayern. Band 3: Das Regiment im Zeitraum von 1898–1913. R. Oldenbourg, München 1914, S. 143.
Einzelnachweise
Kategorie:Generalleutnant (Bayern) Kategorie:Person im Deutschen Krieg Kategorie:Person im Deutsch-Französischen Krieg Kategorie:Träger des Bayerischen Militärverdienstordens (II. Klasse) Kategorie:Ritter III. Klasse des Verdienstordens vom Heiligen Michael Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 2. Klasse Kategorie:Träger des Preußischen Königlichen Kronenordens 2. Klasse Kategorie:Großkomtur des Greifenordens Kategorie:Träger des Ordens der Heiligen Anna Kategorie:Träger des ö.k. Leopold-Ordens (Komtur) Kategorie:Träger des Ordens der hl. Mauritius und Lazarus (Großoffizier) Kategorie:Kammerherr (Bayern) Kategorie:Kavallerist (Bayern) Kategorie:Freiherr Kategorie:Bayer Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1842 Kategorie:Gestorben 1925 Kategorie:Mann Kategorie:Exzellenz (Bayern)