Johann Karl Martin Christoph Graf von Nostitz(-Rokitnitz) (* 1673; † 17. April 1740 in Wien) war kaiserlicher Reichshofrat in Wien.

Leben

Johann Karl Martin Christoph Graf von Nostitz war ein Sohn des 1692 in den Reichsgrafenstand erhobenen Christoph Wenzel von Nostitz-Rokitnitz.

Er wurde am 12. Mai 1701 zum Reichshofrat ernannt und am 20. Juni 1702 (zugleich mit Johann Adam Reichsgraf von und zu Questenberg) als Supernumerar dort eingeführt. Seine Teilnahme an den Sitzungen ist bis zum März 1716 nachgewiesen. Unter der Regierung Kaiser Josefs I. war er auch dessen oberster Silberkämmerer, nach dessen Tod oberster Küchenmeister der Kaiserinwitwe Wilhelmine Amalie und seit 1715 deren Hatschier- und Trabantenhauptmann. 1723 wurde er zum kaiserlichen wirklichen geheimen Rat und 1734 zum Oberstallmeister der Kaiserinwitwe ernannt. Er starb am 17. April 1740 in Wien.

Familie

Graf Nostitz war seit 1705 mit Maria Maximiliana von Sinzendorf(-Rheineck), einer Tochter des Reichshofrats Graf Rudolf von Sinzendorf verheiratet. Seine Schwester Johanna Katharina heiratete 1709 deren Bruder, den Grafen Sigmund Rudolph von Sinzendorf.

1718 verwitwet, heiratete er im August 1719 Maria Anna von Fuchs, eine Tochter des Reichshofrats Christoph Ernst Fuchs von Bimbach.

Der Sohn aus erster Ehe, Anton Christoph Karl Graf von Nostitz, wurde ebenfalls Reichshofrat.

Literatur

Oswald von Gschließer: Der Reichshofrat. Bedeutung und Verfassung, Schicksal und Besetzung einer obersten Reichsbehörde von 1559–1806 (=Kommission für neuere Geschichte des ehemaligen Österreich 33), Wien 1942, S. 348f.

Kategorie:Mitglied des Reichshofrates Johann Karl Johann Karl Kategorie:Person (Habsburgermonarchie vor 1804) Kategorie:Geboren 1673 Kategorie:Gestorben 1740 Kategorie:Mann