Die 29. Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften wurden am 12. und 13. Februar 1982 in der Helmut-Körnig-Halle von Dortmund ausgetragen. Zum jetzt schon siebten Mal trat die Stadt Dortmund als Gastgeber auf.
Wettbewerbe Gelaufen wurde wie immer seit 1980 auf einer zweihundert Meter langen Rundbahn. Die Sprint- und Hürdensprintstrecke für Frauen und Männer war nach immer wieder unterschiedlichen Distanzen zwischen fünfzig und sechzig Metern – 1959 waren es sogar siebzig Meter – von 1980 an standardisiert auf die Länge von sechzig Metern.
Der Wettbewerbskatalog wies gegenüber den Vorjahren keine Änderungen auf. Ausgemustert blieben weiterhin vier Disziplinen, die zuvor bereits mindestens einmal Teil des Hallenmeisterschaftsprogramm gewesen waren, die mit einer langjährigen Unterbrechung zukünftig allerdings wieder mitaufgenommen werden sollten. Dabei handelte es sich um den 3000-Meter-Lauf der Frauen, das 10.000-Meter-Gehen der Männer, den Siebenkampf der Männer und den Fünfkampf der Frauen.
Das Angebot für Frauen und Männer war über die verschiedenen Bereiche weiterhin nicht ausgeglichen. In der Kategorie Lauf fehlte bei den Frauen neben der Langstaffel, die bei den Männern über 3-mal 1000 Meter ausgetragen wurde, auch eine Langstrecke. Bei den Sprüngen wurden wie bei Freiluftveranstaltungen die Wettbewerbe Stabhoch- und Dreisprung erst in den 1990er-Jahren in das allgemeine Wettbewerbsprogramm für Frauen aufgenommen und waren somit vor dieser Zeit auch bei Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften nur für Männer im Angebot. Außer dem Kugelstoßen, das für Frauen und Männer seit Beginn der Deutschen Hallenmeisterschaften ausnahmslos Teil der Veranstaltung war, kamen weitere Wurfdisziplinen sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern bei Hallenwettbewerben nicht zur Austragung, weil die üblichen Hallen bei den in diesen Wettbewerben erzielten Weiten nicht die erforderliche Größe besaßen.
Am ersten Meisterschaftstag gab es abgesehen von Vorläufen und Qualifikationen sechs Finals. Zur Austragung kamen dabei wie im Vorjahr für Männer der Stabhoch- und Dreisprung sowie das Kugelstoßen, für Frauen der Hochsprung und für beide Geschlechter der 60-Meter-Hürdenlauf. Alle weiteren Konkurrenzen waren am zweiten Tag zu sehen.
Medaillengewinner Die folgenden Übersichten fassen die Medaillengewinner und -gewinnerinnen zusammen.
Männer Disziplin Gold Leistung Silber Leistung Bronze Leistung60 m Christian Haas (LAC Quelle Fürth) 6,64 s Ingo Froböse (ASV Köln) 6,73 s Werner Bastians (TV Wattenscheid 01)Hans Fritzsche (TV Wattenscheid 01) 6,79 s200 m Erwin Skamrahl (SV Union Groß-Ilsede) 20,99 s Karlheinz Weisenseel (LAC Quelle Fürth) 21,22 s Hartmut Weber(SV Salamander Kornwestheim) 21,36 s400 m Uwe Wegner (SV Union Groß-Ilsede) 47,58 s Gangolf Schneider (ASV Köln) 47,76 s Ulrich Karck (TB Emmendingen) 48,00 s800 m Klaus-Peter Nabein (LAC Quelle Fürth) 1:49,18 min Hans-Peter Ferner (MTV Ingolstadt) 1:49,53 min Thomas Wilking (OSC Thier Dortmund) 1:49,62 min1500 m Karl Fleschen (LG Bayer Leverkusen) 3:43,18 min Manfred Nellesen (ASV Köln) 3:43,95 min Paul Nothacker (LG Bayer Leverkusen) 3:45,18 min3000 m Patriz Ilg (LAC Quelle Fürth) 7:54,58 min Hans-Jürgen Orthmann (VfL Wehbach) 7:57,43 min Dirk Sander (LG Lage/Detmold) 7:57,66 min60 m Hürden Axel Schaumann (LG Kappelberg) 7,77 s Karl-Werner Dönges (VfL Sindelfingen) 7,79 s Dieter Gebhard(SV Salamander Kornwestheim) 7,87 s4 × 400 m 3:07,21 min 3:11,23 min 3.11,52 min3 × 1000 m 7:08,02 min 7:11,1 min 7:11,13 minHochsprung Gerd Nagel (LG Frankfurt) 2,27 m Dietmar Mögenburg (LG Bayer Leverkusen) 2,25 m Carlo Thränhardt (ASV Köln) 2,20 mStabhochsprung Günther Lohre(SV Salamander Kornwestheim) 5,40 m Peter Volmer (TV Wattenscheid 01)Detlef de Raad (TV Wattenscheid 01) 5,35 m nicht vergebenWeitsprung Jens Knipphals (VfL Wolfsburg) 7,85 m Joachim Busse (ASV Köln) 7,77 m Ulrich Meier (LG Offenburg) 7,72 mDreisprung Klaus Kübler(SV Salamander Kornwestheim) 16,32 m Armin Huber (MTG Mannheim) 16,20 m Wolfram Walther (Eintracht Frankfurt) 16,06 mKugelstoßen Hans-Joachim Krug (LG Bayer Leverkusen) 18,80 m Udo Gelhausen (LG Bayer Leverkusen) 18,75 m Karsten Stolz (TV Wattenscheid 01) 18,28 m
Frauen Disziplin Gold Leistung Silber Leistung Bronze Leistung60 m Heidi-Elke Gaugel (VfL Sindelfingen) 7,28 s Sabine Klösters (OSC Their Dortmund) 7,36 s Monika Hirsch (USC Mainz) 7,40 s200 m Heidi-Elke Gaugel (VfL Sindelfingen) 23,17 s Claudia Steger (LG Bayer Leverkusen) 23,64 s Ulrike Sommer (LAC Quelle Fürth) 24,07 s400 m Gaby Bußmann (LG Ahlen/Hamm) 52,09 s Mary Wagner (TSV Göggingen 1875) 53,10 s Elke Decker (LG Bayer Leverkusen) 53,55 s800 m Petra Kleinbrahm (LG Bayer Leverkusen) 2:02,71 min Simone Büngener (Sport-Union Annen) 2:02,73 min Brigitte Brückner (LAC Quelle Fürth) 2:02,92 min1500 m Elisabeth Schacht (ASV Köln) 4:12,19 min Roswitha Gerdes (ASV Köln) 4:15,77 min Gudrun Schulz (LAZ Rhede) 4:19,74 min60 m Hürden Sabine Everts (LAV Düsseldorf) 8,21 s Doris Baum (TK Grevenbroich) 8,25 s Birgit Engel (LG Ameln) 8,30 s4 × 200 m 1:35,14 min 1:35,14 min 1:38,53 minHochsprung Andrea Breder (SV Saar 05 Saarbrücken) 1,87 m Anne Heitmann (LG Wedel-Pinneberg) 1,84 m Marlis Wilken (LG Wilhelmshaven) 1,81 mWeitsprung Sabine Everts (LAV Düsseldorf) 6,68 m Karin Hänel (LG Ahlen/Hamm) 6,61 m Anke Weigt (LG Bayer Leverkusen) 6,46 mKugelstoßen Jutta Weide (VfL Sindelfingen) 16,35 m Birgit Petsch (LG Bayer Leverkusen) 16,07 m Barbara Beuge (OSC Berlin) 15,33 m
Literatur Deutsche Hallenmeisterschaften. In: Leichtathletik Fördergesellschaft mbH (Hrsg.), DLV-Jahrbuch 1982/83, S. 259ff, Darmstadt 1982
Weblinks Deutsche Hallen-Meisterschaften in der Leichtathletik sport-record.de (PDF; 1825 KB) Leichtathletik, zahlreiche Artikel mit dem Thema Deutsche Hallen – Meisterschaften, sport-komplett.de
#1980 Kategorie:Leichtathletikveranstaltung 1980 Kategorie:Leichtathletikwettbewerb in Dortmund Kategorie:Helmut-Körnig-Halle