Der Karlsgårde Sø ist ein künstlicher See nordöstlich von Varde in Dänemark. Er versorgte das 2011 abgeschaltete Wasserkraftwerk Karlsgårdeværket mit Wasser.

Der See wurde über ein etwa 17 km langes Kanalsystem von den Flüssen Holme Å und Varde Å gespeist. Auf seinem Grund befinden sich mehrere abgerissene Bauernhöfe, die nach dem Bau des Sees im Jahr 1921 aufgegeben werden mussten.

Ab den 1960er Jahren roch der See nach Chemikalien und es schäumte am Ufer. Bis etwa 1970 soll es zu Quecksilberbelastungen durch Abwässer des Kraftwerks Grindstedværket gekommen sein.

Organische Quecksilberverbindungen wurden auf dem Seegrund gefunden. Es wurde empfohlen, den Seegrund nicht aufzuwühlen. Das Baden im See wurde verboten, der Verzehr der Fische war untersagt. Der Quecksilbergehalt soll sich jedoch inzwischen normalisiert haben, Fischen ist wieder erlaubt.

Die beiden zuführenden Kanäle, Ansager Kanal und Holme Kanal, sind nicht mehr in Betrieb. Der Ansager Kanal wurde 2010, der Holme Kanal 2021 stillgelegt. Der See wird nun nur noch von kleineren Bächen gespeist.

Um den See führt ein 5,3 km langer Rundweg, abwechselnd durch Heideland, dichten Nadelwald und lichten Buchenwald sowie am Tambours have vorbei. An zwei Stellen überquert der Weg den See über eine Brücke.

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