Die Verleihung des Deutschen Fernsehpreises 2026 fand am 9. September 2026 im Confex-Center in Köln statt, außerdem wurde die Gala zur Hauptsendezeit im Fernsehen ausgestrahlt. Die Moderation der Verleihung hatte zum neunten Mal Barbara Schöneberger übernommen. Am Vorabend wurden in der sogenannten „Nacht der Kreativen“ die Preisträger in den Gewerken in der Flora ausgezeichnet. Diese Veranstaltung wurde von Jan Köppen moderiert. Federführend für die Ausrichtung war turnusgemäß RTL.
Über Nominierte und Preisträger entschied eine Jury unter dem Vorsitz des Journalisten und Produzenten Stephan Lamby.
Qualifiziert für den Preis waren alle Fernsehproduktionen deutschen Ursprungs oder mit maßgeblicher kreativer und wirtschaftlicher Mitwirkung deutscher Auftraggeber, die zwischen dem 1. Juli 2025 und dem 30. Juni 2026 veröffentlicht wurden.
Die Nominierungen wurden am 26. August 2026 bekanntgegeben.
Jury Über Nominierte und Preisträger entschied eine Jury. Die Sendervertreter arbeiteten mit in der Jury, stimmten jedoch bei der finalen Preisentscheidung nicht mit.
Die Jury für den Deutschen Fernsehpreis 2026 bildeten Stephan Lamby als Vorsitzender
sowie Meikel Giersemehl (Produzent, geschäftsführender Gesellschafter MoveMe) Maria Gresz (Produzentin, Moderatorin) Hanna Huge (Geschäftsführerin Serienjunkies.de) Laura Karasek (Moderatorin, Schriftstellerin, Anwältin) Alexander Krei (DWDL.de-Medienjournalist) Ulrike Leibfried (Produzentin, Geschäftsführerin Area 46) Valerie Niehaus (Schauspielerin) David Ungureit (Autor)
und Daniel Guhl (Sendervertreter Deutsche Telekom, Lead MagentaTV+) Florian Hellenkamp (Sendervertreter RTL, Bereichsleiter strategische Programmplanung) Natalie Müller-Elmau (Sendervertreterin ZDF, Bereichsleiterin Genremanagement Kultur, Wissenschaft und Partner) Isabel Schayani (Sendervertreterin WDR, Journalistin) Bernhard Sonnleitner (Sendervertreter Sat.1, stellvertretender Geschäftsführer International Scouting & Trends)
Preisträger und Nominierungen: Fiktion Bester Fernsehfilm/Mehrteiler Olivia (ZDF), siehe Olivia Jones#Karriere Die Nichte des Polizisten (ARD/SWR/NDR) Tatort: Dunkelheit (ARD/HR)
Beste Drama-Serie Hundertdreizehn (ARD/ORF/WDR) Maxton Hall – Die Welt zwischen uns (Prime Video) Die Nibelungen – Kampf der Königreiche (RTL+) Schattenseite (ARD/HR/Funk) Unfamiliar (Netflix)
Beste Comedy-Serie Chabos (ZDFneo) Achtsam Morden (Netflix) Frier und Fünfzig – Am Ende meiner Tage (Sat.1)
Beste Schauspielerin Karin Hanczewski für Call My Agent – Berlin (Disney+) Derya Akyol für Euphorie (RTL+) Samirah Breuer für Schattenseite (ARD/HR/Funk) Annette Frier für Frier und Fünfzig – Am Ende meiner Tage (Sat.1) Magdalena Laubisch für Die Nichte des Polizisten (ARD/SWR/NDR)
Bester Schauspieler Tom Schilling für Achtsam Morden (Netflix) Josef Hader für Sturm kommt auf (ZDF/ORF) Edin Hasanović für Tatort: Dunkelheit (ARD/HR) Johannes Hegemann für Olivia (ZDF) Johannes Kienast für Chabos (ZDFneo)
Beste Regie Fiktion Bettina Oberli für Naked (ARD/WDR) Arkadij Khaet und Mickey Paatzsch für Chabos (ZDFneo) Rick Ostermann für Hundertdreizehn (ARD/ORF/WDR)
Bestes Buch Fiktion Rolf Basedow und Nicole Armbruster für Die Nichte des Polizisten (ARD/SWR/NDR) Andreas Altenburg für Prange – Man ist ja Nachbar (ARD/NDR) Arndt Stüwe für Hundertdreizehn (ARD/ORF/WDR)
Beste Kamera Fiktion Theo Bierkens für Sturm kommt auf (ZDF/ORF) Christian Huck für Oderbruch (ARD/SWR) Philip Peschlow für Die Nibelungen – Kampf der Königreiche (RTL+)
Beste Montage Fiktion Anna Nekarda für Die Nichte des Polizisten (ARD/SWR/NDR) Christoph Cepok und Benjamin Kaubisch für Hundertdreizehn (ARD/ORF/WDR) David Wieching und Tobias Wieduwilt für Chabos (ZDFneo)
Beste Musik Fiktion Stefan Will und Robert Henke für Crooks (Netflix) und Banksters (HBO Max) Jessica de Rooij für Mozart/Mozart (ARD/ORF/WDR/SWR) Victoria Hillestad und Julian Erhardt für Maxton Hall – Die Welt zwischen uns (Prime Video)
Beste Ausstattung Fiktion Matthias Müsse (Szenenbild) und Pierre-Yves Gayraud (Kostümbild) für Die Nibelungen – Kampf der Königreiche (RTL+) Christoph Kanter (Szenenbild) und Brigitta Fink (Kostümbild) für Sturm kommt auf (ZDF/ORF) Francis Soeder (Szenenbild) und Ramona Klinikowski (Kostümbild) für Kacken an der Havel (Netflix)
Preisträger und Nominierungen: Unterhaltung Beste Unterhaltung Show Wer weiß wie wann was war? (RTL) Sing meinen Song – Das Tauschkonzert (Vox) Wer weiß denn sowas? (ARD/NDR)
Beste Comedy/Late Night heute-show extra: Next Stop Köster (ZDF) Die Anstalt – Die IRANstalt 2 (ZDF) TV total (ProSieben)
Bestes Factual Entertainment Roadtrip Australien – Drei Spitzenköche auf vier Rädern (Kabel Eins) The Race (Joyn) Song Trip (ZDF)
Beste Unterhaltung Reality Werwölfe – Das Spiel von List und Täuschung (ARD/BR/SWR/WDR) Princess Charming (RTL+) Villa der Versuchung (Sat.1)
Beste Moderation/Einzelleistung Unterhaltung Laura Wontorra für Deutschland sucht den Superstar (RTL) Evgeny Vinokurov, Marta Arndt und Malika Dzumaev stellvertretend für das Tanz-Ensemble für Let’s Dance (RTL) Pierre M. Krause für Kurzstrecke mit Pierre M. Krause (ARD/SWR)
Beste Regie Unterhaltung Carsten Seibt für Silvester-Schlagerbooom 2026 live – Die Wunderlichtershow (ARD) Knut Fleischmann für Ninja Warrior Germany (RTL) Johannes Spiecker für Wer stiehlt mir die Show? und Joko und Klaas gegen ProSieben (ProSieben)
Bestes Buch Unterhaltung Dietmar Jacobs und Christian Ehring für extra 3 vom 23.10.2025 – Streit ums Stadtbild: Merz poltert (ARD/NDR) Christof Mannschreck und Nicole Simmen für Eurovision Song Contest – Das Deutsche Finale 2026 (ARD/SWR/BR/HR) Martin Waldmann für heute-show extra: Die unglaubliche Geschichte von Elon Musk (ZDF)
Beste Ausstattung Unterhaltung Katia Convents (Kostüm) und Paola von Griesheim (Requisite) für Let’s Dance (RTL) Jonas König (Set- und Licht-Design) für Ein sehr gutes Quiz (mit hoher Gewinnsumme) – Folge: So geht Trash-TV: „Ein sehr gutes Quiz“ auf dem Wertstoffhof (ProSieben) Florian Wieder (Inszenierung Vorentscheid) für Eurovision Song Contest – Das Deutsche Finale 2026 (ARD/SWR/BR/HR)
Preisträger und Nominierungen: Information Beste Information Markus Lanz (ZDF) ntv live zum Tag des USA-Iran-Kriegs mit Raschel Blufarb (ntv) Was Deutschland verbindet (ARD/HR/SWR/MDR/NDR)
Bestes Infotainment Terra Xplore mit Leon Windscheid (ZDF) Hirschhausen und die Deepfake-Mafia (ARD/WDR/BR/HR/MDR/NDR/RB/RBB/SR/SWR) Linda Zervakis. Dumm, Dümmer, Deutschland? Raus aus der Bildungskrise! (ProSieben)
Beste Dokumentation/Reportage Joko & Klaas LIVE – #dontlookaway (ProSieben) Die gefährlichsten Firmen der Welt – Big Tech (ZDFinfo) Naziland – Deutschlands dunkelste Seite (RTL) Terra X History: Ein Tag im Juli – Ahrtalflut 2021 (ZDF) Thilo Mischke. Dikta-Tour – das Comeback der Autokraten (ProSieben)
Beste Doku-Serie Mesut Özil – Zu Gast bei Freunden (ZDF) Der Anschlag (3sat/ZDF) Countdown zur Diktatur (ZDFinfo) Die Diplomaten – Inside Auswärtiges Amt (ZDF) WM 1994 – Elf Helden, ein Albtraum (ARD/NDR/BR/WDR)
Beste Moderation/Einzelleistung Information Ibrahim Naber für Ukraine-Berichterstattung (Welt) Louis Klamroth für Hart aber fair: Notfall Pflege – Wer sorgt für ein Altern in Würde? (ARD/WDR) Sarah Tacke als Rechtsexpertin des ZDF (ZDF)
Beste Kamera Information/Dokumentation mini|Björn Kurtenbach, Kim Kristin Mauch und Eike Köhler mit dem Deutschen Fernsehpreis 2026 Eike Köhler, Kim Kristin Mauch und Björn Kurtenbach für Minentaucher – Der harte Weg in die Elite der Bundeswehr (ARD/NDR) Jürgen Rehberg für Holt – Der Windkraft-Schwindler (ARD/SWR/HR/NDR) Wesley William Salamone für Babo – Die Haftbefehl-Story (Netflix)
Beste Montage Information/Dokumentation Xenja Kupin für Rise & Fall of 1860 München (ARD/BR) Philipp Schnabel, Marco Rottig und David Gesslbauer für Babo – Die Haftbefehl-Story (Netflix) Andrea Schumacher für Die Nacht von Paris – Terror am Stade de France (Sky)
Preisträger und Nominierungen: Sport Beste Sportsendung WM-Berichterstattung 2026 (MagentaTV) Finale der FIBA EuroBasket 2025 (RTL) Handball-EM 2026 (ARD/ZDF) Roland-Garros Finale der Herren 2026 (Eurosport) Tour de France 2025 (ARD)
Weitere Preisträger Die folgenden Preise sind von den Stiftern des Deutschen Fernsehpreises gesetzte Preise und wurden ohne vorherige Nominierung verliehen. Zu den Stiftern gehören Katrin Vernau, Intendantin des WDR, Norbert Himmler, Intendant des ZDF, Inga Leschek, Programmgeschäftsführerin von RTL Deutschland, Henrik Pabst, Geschäftsführer der Seven.One Entertainment Group sowie Arnim Butzen, stellvertretender TV/Entertainment-Chef der Telekom Deutschland.
Ehrenpreis der Stifter Den Ehrenpreis der Stifter 2026 erhielt der Journalist Peter Kloeppel. Damit ehrten die Stifter des Deutschen Fernsehpreises eine Person für ihre Verdienste in Film und Fernsehen. Der Preisträger wurde vor der Verleihung am 1. September 2026 bekannt gegeben.
Förder-/Nachwuchspreis Der Förderpreis für den Nachwuchs ist mit 15.000 Euro dotiert. Er ging an das Ensemble von Chabos.
Weblinks
Offizielle Website des Deutschen Fernsehpreises
Einzelnachweise
#2026 Kategorie:Preisverleihung 2026 Kategorie:Filmjahr 2026 Kategorie:Preisverleihung in Köln