Armin Petschner-Multari (* 1989 in München) ist ein deutscher Politikwissenschaftler, Politik- und Kommunikationsberater sowie Publizist. Er ist Gründer der Denkfabrik „The Republic“.

Leben und Studium Petschner-Multari wurde 1989 in München geboren. Er studierte Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen an der University of Aberdeen. Er erwarb einen Masterabschluss in European Union Studies an der Universität Leiden. Er lebt mit seinem Ehemann in Berlin und New York.

Berufliche Tätigkeit mini|Armin Petschner-Multari auf der Berlin Campaign Conference 2025 Petschner-Multari arbeitete für die Münchner Sicherheitskonferenz und war in unterschiedlichen Funktionen für die CSU tätig.

Als Moderator des Videoformats "#CSYOU" der CSU-Landesgruppe im Bundestag erreichte er 2018 mediale Aufmerksamkeit. Die erste Folge der Videoserie erhielt über eine Million Aufrufe und wurde überwiegend negativ rezipiert.

Ende 2021 gründete er die Denkfabrik beziehungsweise Kampagnenagentur „The Republic“. Das Projekt wurde unter anderem vom CDU-Parteivorsitzenden Friedrich Merz unterstützt, der an einer Fundraising-Veranstaltung in Leipzig teilnahm und dem Vorhaben öffentlich Erfolg wünschte. Auch der damalige Parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe, Stefan Müller, begrüßte die Gründung.

Nach der Gründung 2021 wurde von Petschner-Multari zunächst ein eigener politischer Blog betrieben. Mittlerweile veröffentlicht Petschner-Multari Gastbeiträge in verschiedenen Medien zu politischen Grundsatzfragen.

Unter anderem veröffentlichte er zur Leitkultur-Debatte sowie zum CDU-Grundsatzprogramm, und u. a. auch zur Diskussion über einen „illiberalen Zeitgeist“. Zu Fragen des transatlantischen Verhältnisses und zur Migrationspolitik wird er regelmäßig als politischer Experte herangezogen.

Er tritt regelmäßig als Kommentator in Fernsehsendungen und Onlineformaten auf. Er war unter anderem Gast bei Markus Lanz sowie Gesprächspartner in Podcasts, darunter mit Paul Ronzheimer. Er kommentiert regelmäßig in Programmen von Welt und Bild. Am Tag der US-Präsidentschaftswahl 2024 war er bei Welt TV live aus Washington, D.C., zugeschaltet und ordnete die Ereignisse gemeinsam mit dem damaligen Welt-Chefredakteur Jan Philipp Burgard ein.

Petschner-Multari organisiert mit „The Republic“ die „Berlin Campaign Conference“, ein politisches Strategietreffen mit internationalen Wahlkampfberatern und politischen Akteuren. Zu den Teilnehmern der Konferenz zählte unter anderem der ehemalige ukrainische Präsident Petro Poroschenko. Kritisiert wurde die Konferenz, u. a. von Lobbycontrol, als Vernetzungstreffen mit US-Republikanern aus dem Umfeld von US-Präsident Donald Trump und für die Kooperation mit der Heritage Foundation.Reichtum und Einfluss Lobbytreffen von Rechtspopulisten, von Kathrin Anhold Lobbycontrol 2. September 2025

Öffentliche Wahrnehmung

Im Zusammenhang mit innerparteilichen Debatten wurde Petschner-Multari in Medienberichten als Teil eines konservativen beziehungsweise wirtschaftsliberalen Netzwerks innerhalb der CDU/CSU genannt. Ein Bericht über die sogenannten „Rechtstreiber der CDU“ führte ihn gemeinsam mit weiteren Akteuren aus dem Umfeld der CDU/CSU auf, darunter auch mit Carsten Linnemann. Er gilt als Berater der CDU-Parteiführung unter Friedrich Merz und Carsten Linnemann.

Das Verhältnis von Petschner-Multari zur Republikanischen Partei in den USA gilt als eng. Petschner-Multari äußert dabei durchaus Kritik an US-Präsident Trump, insbesondere bei der beidseitigen Vernachlässigung des transatlantischen Verhältnisses. Er betont, dass viele Republikaner hinter vorgehaltener Hand selbst sagten, dass Trumps Außenpolitik gegenüber Europa so nicht richtig sei. Er wirbt dafür, die US-Republikaner als Gesprächspartner nicht sträflich zu vernachlässigen, da sonst eine „Leerstelle“ entstehe, in die zum Beispiel die AfD „reinrutscht“.

Ein von Petschner-Multari geplantes transatlantisches Forum mit dem republikanischen Senator Lindsey Graham und Friedrich Merz wurde abgesagt, nachdem interne Diskussionen im Konrad-Adenauer-Haus dies verhinderten. Der damalige Bild-Chefredakteur Johannes Boie verteidigte das Projekt öffentlich.

Petschner-Multari organisierte zudem Gespräche einer Delegation der Heritage Foundation mit Mitgliedern der Arbeitsgruppe Außenpolitik der Unionsfraktion unter Leitung von Jürgen Hardt. Im Rahmen einer von Petschner-Multari organisierten USA-Reise fand ein Treffen mit dem Gouverneur von Florida, Ron DeSantis, statt, an dem unter anderem Dorothee Bär und Andreas Scheuer teilnahmen. Er nahm im Juli 2024 an der Republican National Convention in Milwaukee teil.Annika Joeres, Gabriela Keller, Geld, Macht, Kampagnen: Der lange Arm von Team Trump, Correctiv 12. März 2025.

Weblinks

Webseite Berlin Campaign Conference Webseite The Republic Einzelnachweise

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