Michael Theodore, eigentlich Theodoros Michaelidis (Griechisch Θεόδωρος Μιχαηλίδης) (* 17. Juli 1937In bisherigen Lexikoneinträgen hieß das Geburtsdatum 17. Juli 1939. Laut einer 2010 neu ausgestellten Geburtsurkunde vom Standesamt der Stadt Thessaloniki war es aber der 17. Juli 1937. Quelle: Stavrou, Marios: Michael Theodore: Archivaufzeichnung und Biographie des Thessalonichen Tenors; Studentische Dissertation, School of Music Studies, Aristoteles-Universität Thessaloniki, 2020 in Thessaloniki; † 17. Dezember 2015 ebenda) war ein griechischer Tenor. Karriere

1953 sang Theodoros Michaelidis in einem Konzert des Chors des YMCA Thessaloniki. Dabei wurde er von dem Tenor und Gesangsprofessor Konstantinos Lyontas entdeckt. Er studierte dann bei Lyontas Gesang, zuerst am Königlichen Konservatorium Thessaloniki (heute Staatliches Konservatorium Thessaloniki) und ab 1959 an der Wiener Musikakademie.

Nach dem Gewinn eines Gesangswettbewerbs des Süddeutschen Rundfunks debütierte er unter dem deutschen Künstlernamen Michael Theodore 1967 an der Stuttgarter Staatsoper.K.J.Kutsch/Leo Riemens Großes Sängerlexikon, Elektronische Ausgabe der dritten, erweiterten Auflage, Direktmedia Berlin 2004 Am 15. April 1967 trat Theodore als einer von mehreren Solisten in der ZDF-Fernsehsendung „Lieder, die die Welt liebt“ auf und erhielt daraufhin seinen ersten Plattenvertrag beim Label „Finale“ des Komponisten und Arrangeurs Wilhelm Schmid.

Es folgte eine erfolgreiche Karriere in Westdeutschland und anderen deutschsprachigen Ländern. In Griechenland blieb Michael Theodore weitgehend unbekannt. 1974 nahm er in Deutschland eine LP mit acht Liedern von Mikis Theodorakis und vier von Manos Hadjidakis auf. Die LP wurde von „Finale“ in Griechenland veröffentlicht und später von deutschen Plattenlables übernommen. Insgesamt veröffentlichte Theodore 17 Soloalben, 4 Singles und EPs. Im Jahr 2001 nahm Theodore einige Neuinterpretationen speziell für Reader’s-Digest-Kollektionen auf, darunter ein „Liebeslied“, komponiert und arrangiert von Kuno Schmid mit einem Text von Rainer Maria Rilke.

1981 verließ Theodore Deutschland und kehrte nach Thessaloniki zurück. Ab 1982 zog er sich vollständig aus der Öffentlichkeit zurück. Ein Grund waren möglicherweise Spätfolgen eines Autounfalls im Jahre 1976. Dokumente, die nach Theodores Tod in seinem Nachlass gefunden wurden, enthielten ärztliche Atteste über eine Schädel-Hirnverletzung und Symptomatische Angstneurosen.Stavrou, Marios: Michael Theodore: Archivaufzeichnung und Biographie des Thessalonichen Tenors; Studentische Dissertation, School of Music Studies, Aristoteles-Universität Thessaloniki, 2020 Zwischen 1990 und 2001 trat Theodore nur noch vereinzelt auf. Am 17. Dezember 2015 erlag er einer schweren Lungenentzündung.

Weblinks Samtliche Theodore-LPs Bertelsmann Collection, abgerufen am 3. März 2026 Michael Theodore cdandlp.com

Literatur K.J. Kutsch, Leo Riemens: Großes Sängerlexikon. Takis Kalogeropoulos: The Dictionary of Greek Music, Band 2; Gialleli Publications, Athen, 1998. David Cade: Athen. Die Wahrheit – Auf der Suche nach Manos Hadjidakis, kurz bevor die Blase platzte;, Tales of Orpheus, UK, 2013. ISBN 978-0-9552090-3-1. - Griechische Ausgabe: Übersetzung von Beatrix Kantzola-Sabatakou; Savvas Verlag, Athen, 2015, ISBN 978-960-493-321-1 Marios Stavrou: Michael Theodore. Archivaufzeichnung und Biographie des Thessalonischen Tenors; Studentische Dissertation, School of Music Studies, Aristoteles-Universität Thessaloniki, 2020.

Einzelnachweise

Kategorie:Tenor Kategorie:Opernsänger Kategorie:Grieche Kategorie:Geboren 1937 Kategorie:Gestorben 2015 Kategorie:Mann