mini|hochkant|Wappen derer von Aldenbreckenfeld im Wappenbuch des Westfälischen Adels Aldenbreckerfeld (auch: Altenbreckerfeld, Oldenbreckerfeld o. ä.) ist der Name eines erloschenen westfälischen Uradelsgeschlechts, dessen Ursprung vermutlich in Breckerfeld liegt.
Geschichte Das Geschlecht gehörte ursprünglich dem Soester Patriziat an und gelangte durch Heirat in das Kölner Patriziat.Fahne, S. 5 Zunächst erscheint im 14. Jahrhundert Gerwin von Aldenbreckerfeld. Dieser hatte einen gleichnamigen Sohn, der vor 1390 starb. Mit Bela hatte Letzterer vier Kinder: Clara I ⚭ Heinrich Hadevust, Ritter und Kölner Patrizier II ⚭ Gotthard von WasservesseFahne (1848), S. 443 Christina ⚭ Johann von Schimmelpennink, Besitzer des großen Palasts und Kölner PatrizierFahne, S. 398 Heinrich Cecilia
Gerwyn Aldenbrekelveld und seine Frau Bela waren Kölner Bürger.Karl Rübel, Eduard Roese (Bearb.): Dortmunder Urkundenbuch, Band II, 1. Hälfte (Nr. 1–387) 1372–1394, Dortmund 1890, S. 252, Nr. 258. Gerwin war in jener Zeit am Fernhandel beteiligt und erscheint vielfach in Zollakten: 1385/86–1408/09 in London, Sandwich, Boston, Lübeck, Köln, Dortmund und Brügge.Stuart Jenks: England, die Hanse und Preußen. Handel und Diplomatie 1377–1474, Teil III: Anhänge, Köln/Wien 1992, S. 850 und 868. Auch im Baltikum erscheinen Familienmitglieder, so bereits 1380 Albrecht Oltbrekevelt, der 1402 und 1405 Ratsmitglied in Dorpat war.Friedrich Georg von Bunge (Hrsg.): Liv-, Esth- und Curländisches Urkundenbuch bebst Regesten, Dritter Band, I. Nachträge zu den zwei ersten Bänden, II. Fortsetzung von 1368–1393, Reval 1857, S. 1469 (Digitalisat).
Ab mindestens 1412 befand sich Gut Völlinghausen im Besitz derer von Aldenbreckerfeld.Hömberg, S. 26 Schon kurze Zeit später hielt die Familie Rump zur Wenne die Lehnsherrschaft über letzteres Gut inne und belehnte die von Aldenbreckerfeld mit diesem. Henrich von Aldenbreckerfeld verkaufte es im Jahre 1517 mit Zustimmung des Hermann Rump zur Wenne an Gerd Walraven zu Soest.
Ferner verkaufte Heidenreich von Plettenberg das Gut Brockhausen im Jahre 1412 an Johann von Aldenbreckerfeld.Hömberg, S. 290Hömberg, S. 322 Auch dieses Gut wurde durch die Brüder Henrich und Gerwin von Aldenbreckerfeld im Jahre 1511 an den Soester Bürgermeister Johann von Esbeck verkauft.
Ewald von Aldenbreckerfeld war zwischen 1452 und 1469 zehnfacher Soester Bürgermeister.Klocke (1927), S. 144. Die letzte Erwähnung des Geschlechts stammt aus dem Jahr 1517 mit Heinrich von Aldenbreckerfeld.
Wappen Blasonierung: In Blau drei (2:1) goldene Korngarben. Auf dem blau-golden bewulsteten Helm mit blau-goldenen Helmdecken zwei nach auswärts geneigte goldene Korngarben.Spießen (1901–1903), S. 2.
Anton Fahne schreibt fälschlicherweise von Blättern, anstatt von Korngarben.
Siehe auch Breckefelden
Literatur Anton Fahne: Geschichte der kölnischen, jülichschen und bergischen Geschlechter in Stammtafeln, Wappen, Siegeln und Urkunden, Band 1, Heberle, Köln und Bonn 1848, S. 5 (hhu.de). Albert K. Hömberg: Geschichtliche Nachrichten über Adelssitze und Rittergüter im Herzogtum Westfalen und ihre Besitzer, Band 1, bearbeitet von Bernhard Wrede. Landschaftsverband Westfalen‑Lippe/Historische Kommission für Westfalen, Münster 2013 (PDF; 3,8 MB beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe). Friedrich von Klocke: Alt-Soester Bürgermeister aus sechs Jahrhunderten, ihre Familien ihre Standesverhältnisse, in: Westfälische Zeitschrift, Band 84, 1927, S. 143 f. (PDF, 101 MB beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe). Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon, Band 1: Aa – Boyve. Leipzig 1859, S. 44 (hhu.de). Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 2 (hhu.de); Band 2, Görlitz 1903, Tafel 4 (hhu.de).
Einzelnachweise
Kategorie:Westfälisches Adelsgeschlecht Kategorie:Kölner Patriziergeschlecht