Das denkmalgeschützte Wohn- und Geschäftshaus Marktstraße 5 ist ein Gebäude aus dem 16. Jahrhundert in der Weimarer Altstadt. Das Renaissancegebäude besteht aus dem Vorderhaus, den Seitenflügeln sowie dem Hinterhaus und befindet sich auf einem schmalen, verwinkelten Grundstück.

Geschichte Dem Stadtplan von Johann Valentin Blaufuß von 1818 zufolge erstreckte sich das Grundstück ursprünglich weiter nach Süden. Das Vorder- und das Hinterhaus aus Fachwerk auf steinernem Unterbau, werden laut dendrochronologischer Untersuchung auf das Jahr 1556/57 datiert. Er ist zum Teil unterkellert. Das Vorderhaus ist ein dreigeschossiger, verputzter Steinbau mit schiefergedecktem Satteldach mit vielen Dachgauben. Seine Traufe ist höher als die seines westlichen Nachbarhauses. Die Straßenfront erfuhr im 19. und frühen 20. Jahrhundert mehrfache Veränderungen. Im Jahre 1848 wurde ein Ladengeschäft in das Vorderhaus eingebaut. Bei einem um 1900 erfolgten Umbau wurden auch im ersten Obergeschoss große Schaufenster eingefügt, die bereits 1913 jedoch wieder auf das Originalmaß zurückgebaut wurden. Auch das Seitengebäude war von den Veränderungen betroffen. Es wurde 1996 umfassend saniert.

Diese schwerwiegenden Eingriffe verhinderten aber nicht, dass im Innern bauzeitliche Strukturen und Ausstattungsteile erhalten geblieben sind. Darunter fallen im Erdgeschoss die profilierten Unterzüge, im zweiten Obergeschoss Fragmente zweier Holzstuben usw. In die oberen Geschosse gelangt man vermutlich über einen Wendelstein. Das Hinterhaus war ursprünglich ein Fachwerkbau auf steinernem Erdgeschoss mit dreischiffigem Grundriss und eingeschossigem Kehlbalkendach.Rainer Müller: Kulturdenkmale in Thüringen: Stadt Weimar. Band 4.1.: Altstadt. E. Reinhold Verlag, Erfurt 2009, S. 449. Eine alte Fotografie bezeugt zudem das Vorhandensein eines Rundbogenportals.Detail Marktstraße 5 auf fotoarchiv.weimar.de

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Einzelnachweise

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