Rudolf Ernst Bernhardt von Haber (* 21. März 1834 in Berlin als Ernst Bernhard Rudolph von Haber; † 22. Dezember 1902 in DresdenStadtarchiv Dresden, Standesamt Dresden III, Sterbe-Neben-Register 1902, Nr. 1440.) war ein deutscher Impressionist. Bekannt wurde er von allen durch seine Stillleben.

Leben und Werk Er war der Sohn des Arztes und Parlamentariers Emil von Haber aus Berlin und dessen Ehefrau Susanne geb. Berend(s) (1811–1887), Tochter des Geheimen Kommerzienrats Louis Bacher Berend und der Therese Steinthal. Sein Onkel Moritz von Haber (1798–1874) wurde durch ein Duell (14. Dezember 1843) bekannt. Sein Großvater war der badische und preußische Hofagent und Hofbankier Salomon von Haber (1764–1839), der 1829 in den badischen Adelsstand erhoben wurde.

Haber schlug zunächst eine Militärlaufbahn ein, in der er bis zum Oberleutnant aufstieg. Erst im reiferen Alter wandte er sich der MalereiDie Kunst. Monatshefte für Freie und Angewandte Kunst. Band 7: Freie Kunst. Der „Kunst für Alle“. XVIII. Jahrgang, Hrsg. Friedrich Pecht. Personal- und Atelier-Nachrichten, F. Bruckmann, München 1903, S. 194. zu. 1867 zog er nach Weimar und ab 1888 lebte er in Dresden. 1891 nahm er an der Internationalen Kunst-Ausstellung in Berlin mit einem StilllebenInternationale Kunst-Ausstellung veranstaltet vom Verein Berliner Künstler anlässlich des fünfzigjährigen Bestehens 1841–1891. Katalog. 2. Auflage, Selbstverlag, Berlin 1891, S. 70. und 1894 an der Großen Berliner Kunstausstellung teil.

Zu seinen Bildwerken zählen ein Bildnis Kaiser Wilhelms I. (1871), Andacht (1872) und Angehende Künstler (1873). Als frühe Arbeit und Genrebild aus seiner Weimarer Zeit gilt ebenso Schäfer Thomas.Max Schasler (Hrsg.): Deutsche Kunst-Zeitung. Die Dioskuren. Hauptorgan der Deutschen Kunstvereine. 17. Jahrgang, №. 35, Korrespondenzen, Expediton-Selbstverlag, Berlin 29. September 1872, S. 278. In späteren Jahren spezialisierte er sich auf das Malen von Gruppen alter kostbarer Waffen. Daneben verfasste er das 1877 erschienene Buch Die Cavallerie des Deutschen Reiches.

Rudolf von Haber war mit Olga, geb. Scheel, verheiratet und der Vater des Verwaltungsjuristen und Landrats Egon von Haber.

Rudolf, teils auch Rudolph, von Haber starb kurz vor Weihnachten 1902 in der Diakonissenanstalt in Dresden. Viele seiner Motive wurden Ende März 1912 als Teil der Kunstsammlung von Carl Eschebach bei Keller & Reiner in Berlin zur Versteigerung angeboten.E. A. Seemann (Hrsg.). Der Kunstmarkt. Wochenschrift für Kenner und Sammler. Beiblatt der Zeitschrift für bildene Kunst. IX. Jahrgang-1911/1912-Nr. 30, Selbstverlag, Leipzig, 19. April 1912, S. 266.

Literatur Friedrich von Boetticher: Malerwerke des Neunzehnten Jahrhunderts. Beiträge zur Kunstgeschichte. Band 1, Selbstverlag, Dresden 1891, S. 442. (Digitalisat) Nekrolog(e). In: E. A. Seemann (Hrsg./Red. Artur Seemann): Kunstchronik. Wochenschrift für Kunst und Kunstgewerbe. 1902/1903. Neue Folge, XIV. Jahrgang, Heft Nr. 12, Selbstverlag E. A. Seemann, Leipzig 8. Januar 1903, Sp. 196. (Digitalisat)

Weblinks

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Einzelnachweise

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