Jens van Scherpenberg (* Januar 1946) ist ein deutscher Historiker, Politikwissenschaftler und Autor.

Werdegang Jens van Scherpenberg ist der jüngste Sohn des Diplomaten Hilger van Scherpenberg und der Bruder des niedersächsischen Staatssekretärs Norman van Scherpenberg. Mütterlicherseits ist er ein Enkel des Reichsbankpräsidenten und Reichswirtschaftsministers Hjalmar Schacht. Er legte 1964 das Abitur an der Deutschen Schule Rom ab. Daraufhin leistete er zwei Jahre Wehrdienst bei der Bundeswehr; anschließend war er Leutnant der Reserve. Er studierte Neuere Geschichte und Politikwissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München, wo er Mitglied des Liberalen Studentenbunds Deutschlands und Teil der 68er-Bewegung wurde, sowie in Heidelberg und Wien. Daran schloss sich ein Studium der Volkswirtschaftslehre in München an. Dort promovierte er bei Knut Borchardt auch zum Dr. rer. pol. Ab 1977 war er Mitarbeiter der Stiftung Wissenschaft und Politik. 1995 war er Gastwissenschaftler am Peterson Institute for International Economics in Washington, D.C. Von 1997 bis 2006 war er Leiter der Forschungsgruppe Amerika der Stiftung Wissenschaft und Politik. Bis 2012 war er Lehrbeauftragter für Internationale Politische Ökonomie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Seine Forschungsschwerpunkte sind die deutsche Wirtschaftsgeschichte nach dem Zweiten Weltkrieg, die Wirtschaftspolitik der Vereinigten Staaten und Fragen der internationalen Wirtschaftsbeziehungen.

Schriften (Auswahl) Monographien Öffentliche Finanzwirtschaft in Westdeutschland 1944–1948. R.G. Fischer, Frankfurt a. M. 1984, ISBN 978-3-883-23502-8 (zugleich Dissertationsschrift). Ordnungspolitik im EG-Binnenmarkt. Auftrag für die politische Union. Nomos, Baden-Baden 1992, ISBN 978-3-789-02789-5. Großmachtsucht. Deutschland rüstet für die Führung Europas. Westend, Neu-Isenburg 2026, ISBN 978-3-987-91342-6. Herausgeberschaften Mit Elke Thiel und anderen: Towards rival regionalism? US and EU regional regulatory regime building. Nomos, Baden-Baden 1998, ISBN 978-3-789-05590-4. Mit Peter Schmidt: Stabilität und Kooperation. Aufgaben internationaler Ordnungspolitik. Nomos, Baden-Baden 2000, ISBN 978-3-789-06960-4.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Wirtschaftshistoriker Kategorie:Politikwissenschaftler Kategorie:Hochschullehrer (Ludwig-Maximilians-Universität München) Kategorie:Absolvent der Ludwig-Maximilians-Universität München Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1946 Kategorie:Mann