Der Irankrieg 2026 ist ein Angriffskrieg in Vorderasien und im Nahen Osten, der am 28. Februar 2026 mit Angriffen Israels und der Vereinigten Staaten auf den Iran begann. Ziele der gemeinsamen Angriffe waren zunächst wichtige iranische Amtsträger, Militärkommandeure und Einrichtungen. Zu diesen gehörte vor allem der Oberste Führer Ali Chamenei, der durch einen Luftangriff getötet wurde. Durch weitere israelisch-US-amerikanische Angriffe wurden der Verteidigungsminister Asis Nassirsadeh, der Anführer der islamischen Revolutionsgarde Mohammad Pakpour, der Verteidigungsrats-Vorsitzende Ali Schamchani sowie der Generalstabschef der Streitkräfte Abdolrahim Mousavi ebenfalls getötet.

Stunden nach den ersten Angriffen startete der Iran mit den während der US-Drohungen angekündigten Vergeltungsangriffen auf Israel und US-amerikanische Militäreinrichtungen in Katar, Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Irak, Jordanien, Kuwait und weiteren Staaten, insgesamt mindestens neun Angriffe. Auch zivile Infrastruktureinrichtungen im Oman, der im Vorfeld eigentlich eher eine neutrale Vermittlerrolle innehatte und keine US-Stützpunkte beherbergt, wurden mit Drohnen angegriffen. Einige Tage nach Kriegsbeginn wurde ein britischer Militärstützpunkt in Zypern mit einer iranischen Drohne angegriffen, unter anderem Frankreich und Griechenland kamen militärisch zur Hilfe.

Die mit Iran verbündete islamistische Hisbollah, die einen Teil des Libanon regiert, griff als Reaktion auf den Tod Chameneis Israel an, und Israel im Gegenzug die Hisbollah.

Über den unmittelbaren Auslöser der Angriffe machte die US-Regierung widersprüchliche Angaben. So erklärte Außenminister Marco Rubio, dass Israel vor einem Angriff auf den Iran gestanden habe, der zu Vergeltungsschlägen gegen amerikanische Streitkräfte in der Region führen würde. Durch die US-Beteiligung an dem Angriff hätten diese Vergeltungsschläge minimiert werden können. Trump widersprach dieser Darstellung und äußerte, wenn überhaupt habe er Israels Hand geführt. Teile der Regierung und Verbündete wie Senator Lindsey Graham stilisierten den Krieg als einen „Religionskrieg“ oder „Heiligen Krieg“ gegen „das Böse“. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu nannte als Kriegsziele ebenfalls die Entfernung der „existenziellen Bedrohung“ durch den Iran sowie „die Voraussetzungen dafür, dass das iranische Volk sein Schicksal verändern kann“.

Bis Tag 12 des Krieges kostete er die USA laut dem Thinktank CSIS 16,5 Milliarden US-Dollar, die primär durch intensive Luftschläge und Raketeneinsätze zustande kamen. Die Folgekosten durch die Veteranenversorgung, Materialersatz und sogenannte Ewigkeitskosten werden laut CNN auf 890 Millionen bis 1 Mrd. Euro am Tag geschätzt. Die Welthandelsorganisation (WTO) schätzt, dass die anhaltend hohen Energiepreise durch den Krieg das globale BIP-Wachstum im Jahr 2026 um 0,3 Prozentpunkte senken könnten.

In Stellungnahmen von Völkerrechtlern wird der Krieg mehrheitlich als klarer völkerrechtswidriger Verstoß gegen das allgemeine Gewaltverbot eingestuft, während einzelne Stellungnahmen mögliche Rechtfertigungen diskutieren.

Am 8. April 2026 verkündeten die USA und der Iran eine zweiwöchige Waffenruhe. Dem vorausgegangen waren Vermittlungen durch Pakistan. Die Pause soll für Friedensverhandlungen genutzt werden. Der Iran griff am ersten Tag der Waffenruhe zunächst weiterhin Ziele innerhalb der Golfstaaten an und begründete dies mit vorausgegangenen Attacken auf iranische Ölanlagen. Israel schloss sich der Waffenruhe an, nahm jedoch Kampfhandlungen im Libanon von dieser aus. Der Iran drohte daraufhin, die Straße von Hormus weiterhin zu sperren. Am 17. April 2026 schloss sich Israel mit einer zehntägigen Waffenruhe für den Libanon an. Die USA kündigten zudem ihrerseits eine Blockade der Straße von Hormus für Schiffe aus iranischen Häfen an, was der Iran zum Anlass nahm die Wasserstraße entgegen ursprünglicher Zusagen auch während der vereinbarten Waffenruhe zu schließen. Eine erste Runde von Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Pakistan endete ergebnislos. Am 18. Juni 2026 unterzeichneten die USA und der Iran eine Absichtserklärung, die ein Ende der Kampfhandlungen und eine 60-tägige Periode für Verhandlungen über ein Ende des Krieges vorsieht. Im Zeitraum der geplanten Waffenruhe fanden erneut beidseitige Angriffe statt und beide Seiten haben angegeben sich nicht mehr an die Erklärung gebunden zu fühlen.

Von Beobachtern wurde die durch den Krieg entstandene Situation im Nahen Osten im August 2026 als Sieg des Iran über die USA gewertet. Diese hätten keine guten Optionen mehr gegenüber dem iranischen Regime und seien nur noch auf Schadensbegrenzung bedacht.

Kriegsziele US-Präsident Donald Trump gab im März als Hauptziele des Krieges an, den Iran daran zu hindern, Atomwaffen zu entwickeln, seine Steuerung von Terrormilizen zu beenden und seine Raketenkapazitäten zu dezimieren. Als weiteren Grund nannte er Freiheit für das iranische Volk.

Im Juli 2026 klagten Demokraten im Kongress, neuerdings werde auch die Öffnung der Straße von Hormus als Kriegsziel genannt, die vor dem Krieg offen gewesen sei.«Der Versager sind Sie»: Demokraten konfrontieren Hegseth mit seinen Aussagen

Der US-Vizepräsident JD Vance sagte am 14. August 2026, dass der Irankrieg mit einer stärkeren Position der USA enden würde. Seine vorherige Forderung zu einer Rückkehr zu einer offenen und gebührenfreien Passage durch die Straße von Hormus erwähnte er nicht mehr. Beobachter hatten den Eindruck, dass die US-Regierung den wirtschaftlichen Folgen des Krieges inzwischen mehr Bedeutung beimaß als ihren ursprünglichen Zielen. Das oberste Ziel sei es jetzt, Öl und Gas für die Amerikaner bezahlbar zu halten. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump immer erklärt, der Grund für den Beginn des Krieges gegen den Iran sei die Verhinderung von iranischen Atomwaffen. Vance nannte dies jetzt nur noch als zweites Ziel.

Der US-Präsident Donald Trump kündigte am 14. August 2026 an, dass er die Straße von Hormus nach dem Ende des Krieges mit dem Iran zu einem US-Territorium erklären würde. Er sagte: „Sobald wir den Iran besiegt haben - der gerade eine vernichtende Niederlage erleidet -, werde ich die Hormus-Straße zum Territorium der Vereinigten Staaten erklären“. Weitere Angaben zu der geplanten Annexion machte er dazu zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht.

Vorgeschichte Iranisch-israelische Beziehungen

Das Verhältnis zwischen Iran und Israel war während der Pahlavi-Dynastie freundschaftlich. Im Zuge der anglo-sowjetischen Invasion kam 1941 Mohammad Reza Pahlavi in Iran zur Regentschaft und es waren die Vereinigten Staaten, die nach dem Sturz von Premierminister Mohammad Mossadegh im Rahmen der Operation Ajax 1953, im Jahre 1957 den Grundstein für das iranische Atomprogramm legten im Rahmen des unter US-Präsident Dwight D. Eisenhower initiierten Programms Atoms for Peace. Iran zählte zu den ersten Staaten, die das Existenzrecht Israels und dessen Unabhängigkeit 1948 anerkannten. Seit der Islamischen Revolution 1979 erkennt Iran Israel nicht mehr als legitimen Staat an und dessen Zerstörung wurde Staatsdoktrin. Seit Jahren unterstützt der Iran islamistische Terrormilizen wie Hisbollah und Hamas in ihrem Kampf gegen Israel.

Der Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hatte erhebliche Auswirkungen auf die Beziehungen zwischen Israel und Iran, weil Iran einer der wichtigsten Geldgeber, Waffenlieferanten und ideologischen Unterstützer der Hamas ist.

Schwächung der „Achse des Widerstandes“ mini|Anti-israelische Terrorgruppen, die von Iran unterstützt werden und von pro-iranischen Publizisten als Achse des Widerstands bezeichnet werden. Stand Januar 2025 gelten lediglich die Huthi-Miliz im Jemen und die Volksmobilisierungskräfte im Irak als weitgehend ungeschwächt.

Einer Analyse des US-amerikanischen Stimson Center zufolge hat das von Iran über eine Zeitspanne von annähernd einem halben Jahrhundert aufgebaute Netzwerk regionaler Milizen und Gruppen – auch als Achse des Widerstands bezeichnet – seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 stark an operativer Schlagkraft eingebüßt. Mit dem Sturz des syrischen Assad-Regimes Anfang Dezember 2024 habe Iran quasi über Nacht seinen einzigen staatlichen Verbündeten in der Region und eine wichtige Landverbindung in den Libanon verloren. Die Terrororganisationen Hamas im Gazastreifen und Hisbollah im Südlibanon seien zudem durch militärische Aktionen Israels entscheidend geschwächt worden. So seien etwa die Befehlsstrukturen, Truppen und militärischen Fähigkeiten beider Organisationen stark dezimiert worden.

Gleichzeitig wurde in dem Bericht darauf hingewiesen, der geplante Rückzug der amerikanischen Truppen aus dem Zentralirak eröffne Iran und seinen Verbündeten neue Spielräume, um ihren Einfluss zu festigen und regionale Verluste teilweise auszugleichen. Trotz der genannten Rückschläge blieben von Teheran unterstützte Gruppierungen wie die Volksmobilisierungskräfte im Irak und die Huthi im Jemen weiterhin aktiv. Die Milizen im Irak verfügten immer noch über beträchtlichen lokalen Einfluss und die als Terrororganisation eingestufte Huthi-Miliz greife regelmäßig Schiffe im Roten Meer an, wobei sich die Angriffe vor allem gegen westliche und israelbezogene Ziele richteten. Die große Entfernung und das schwierige Gelände im Jemen erschwere es Israel, die Miliz effektiv zu bekämpfen. Aus Sicht des Iran würden die Huthi zu einer neuen Hisbollah.

Gegenseitige Luft- und Raketenangriffe 2024

Am 13. April 2024 griff Iran Israel als Reaktion auf einen israelischen Angriff auf Irans Konsulat in Damaskus, bei dem zwei Generäle getötet wurden, mit 170 Drohnen und 30 Raketen an, von denen der Großteil abgefangen wurde. Einige Raketen schlugen im Militärflugplatz Nevatim ein und verursachten leichten Schaden. Auch Angriffe aus dem Irak, Jemen und Libanon sollen unter anderem von den Vereinigten Staaten und Jordanien abgefangen worden sein.

Am 19. April wurden laut iranischen Angaben drei Drohnen in der Nähe eines Militärflughafens bei Isfahan abgeschossen. Die Washington Post bezeichnete dies als israelische Reaktion auf den Drohnen- und Raketenangriff des Iran auf Israel am vergangenen Wochenende.

In den Tagen und Monaten vor erneuten direkten Konfrontationen im Oktober wurden die beiden höchsten Führungspersonen der Terrororganisationen Hamas und Hisbollah getötet, davon Ismail Haniyya während eines Besuches in der iranischen Hauptstadt und Hassan Nasrallah in Beirut.

In der Nacht vom 1. zum 2. Oktober 2024 griff Iran Israel als Reaktion mit rund 180 Raketen an. Laut Analysen und Auswertungen von Satellitenbildern schlugen bis zu 30 Raketen auf dem Luftwaffenstützpunkt Nevatim ein, dennoch soll der Schaden gering gewesen sein. Beim Abfangen beteiligten sich auch US-Streitkräfte.

Am 26. Oktober 2024 griff Israel Raketenabschussrampen und -produktionsstandorte an. Iran meldete lediglich „begrenzte Schäden“ und Schäden an Radaranlagen und behauptete, die Angriffe seien vom irakischen Luftraum aus geführt worden. Der Tod von vier iranischen Soldaten wurde allerdings bestätigt.

Zwölftagekrieg 2025