mini|Katholische Kirche St. Joseph in Coesfeld-Stevede

St. Joseph in der Bauerschaft Stevede im nordrhein-westfälischen Coesfeld ist eine römisch-katholische Filialkirche der Pfarrei Anna Katharina (Coesfeld). Sie steht unter dem Patrozinium des heiligen Josef, des Ehemanns der Gottesmutter Maria, und gehört zum Kreisdekanat Coesfeld im Bistum Münster. Das Gotteshaus ist eine neugotische Saalkirche mit großem Turm und hat 160 Sitzplätze.

Geschichte Schon 1748 gab es in der weitläufigen Bauerschaft Stevede eine Kapelle zur christlichen Unterweisung der Kinder. Weil der Fußweg zum Gottesdienst in Coesfeld sehr weit sowie im Winter viel zu beschwerlich war, wünschten sich die Katholiken in Stevede eine eigene Kirche. Erst 1899 wurde nach den Plänen des Architekten Theodor Bröcker (Havixbeck) ein neues Gotteshaus mit dem Namen „St. Joseph“ gebaut und am 19. März 1901 eingesegnet. Die Kirchweihe erfolgte fast ein halbes Jahrhundert später am 29. August 1950 durch Weihbischof Heinrich Roleff.

Angebaut wurden 1936 eine Sakristei (mit Flachdach) sowie 1963–65 ein mächtiger Glockenturm (mit einem Walmdach) nach dem Konzept vom Architekten H. A. Schäfer (Coesfeld). Der neugotische Saalbau besteht aus rotem Ziegelmauerwerk mit einer braunen und anthrazitfarbenen Dachziegeldeckung. Das Pfarrheim von 1991 steht direkt neben der Kirche.

Nach der Pfarrerhebung von St. Laurentius (Coesfeld) wurde St. Joseph 1955 von St. Jakobi (Coesfeld) und St. Lamberti (Coesfeld) abgetrennt und bekam den Status eines selbständigen Pfarrrektorats. Die Umwandlung von St. Joseph in eine eigenständige Pfarrei fand 1990 statt. Das im Jubiläumsjahr 2000 grundlegend sanierte Gotteshaus steht mit der Nummer 105 in der Liste der Baudenkmäler in Coesfeld.

Am 1. Januar 2005 fusionierten die Pfarreien St. Laurentius (Coesfeld), St. Joseph (Stevede), Herz Jesu (Goxel) und St. Ludgerus (Coesfeld) zur großen Kirchengemeinde St. Laurentius (Coesfeld), die ab 2011 den aktuellen Namen „Anna Katharina“ trägt. Seitdem ist St. Josef (Stevede) nur noch eine Filialkirche dieser neuen Gemeinde.

2007 erfolgte die Zusammenlegung der drei Coesfelder Pfarreien St. Lamberti, St. Jakobi und Maria Frieden zur großen Gemeinde St. Lamberti.

Am 1. Januar 2024 schlossen sich die Pfarreien St. Lamberti (Coesfeld), Anna Katharina (Coesfeld) und St. Johannes der Täufer (Lette) zusammen zum Katholischen Kirchenverband „Pastoraler Raum Coesfeld“.

Glocken Im angebauten Turm von St. Joseph in Stevede hängen die folgenden drei Kirchenglocken aus Bronze:

Glocke 1: Schlagton: h1; Ø 80 cm; Gießerei: Petit & Edelbrock (Gescher); Gussjahr: 1947 Glocke 2: Schlagton: d2; Ø 66 cm; Gießerei: Petit & Edelbrock (Gescher); Gussjahr: 1947 Glocke 3: Schlagton: e2; Ø 60 cm; Gießerei: Petit & Edelbrock (Gescher); Gussjahr: 1947.

Orgel Die Firma Franz Breil (Dorsten) stellte 1987 in St. Joseph eine alte, in Dinslaken gekaufte Pfeifenorgel auf, die um 1952 für St. Johannes (Eppinghoven) gebaut worden war. Diese elektrische Schleifladenorgel hat 10 Register.

Literatur

Ulrich Menkhaus (Red.): Das Bistum Münster. Bd. 3: Die Pfarrgemeinden. Regensberg, Münster 1993, ISBN 3-7923-0646-8. Hans J. Lechtreck: KirchenSchätze Tour: Ein Reiseführer zu ausgewählten Kirchen im Bistum Münster. Aschendorff, Münster 2006, ISBN 3-402-00413-5. Margarete Luise Goecke-Seischab, Jörg Ohlemacher: Kirchen erkunden, Kirchen erschließen. Ein Handbuch. Anaconda, Köln 2010, ISBN 978-3-86647-457-4.

Weblinks

Website von St. Joseph (Stevede) Website vom Kreisdekanat Coesfeld

Einzelnachweise

Kategorie:Erbaut 1899 Joseph Stevede Stevede Stevede Stevede Stevede Stevede Joseph Stevede