Der Alexanderstollen, polnisch: Sztolnia Aleksander ist ein Wasserlösestollen im Neuroder Steinkohlenrevier auf dem Gebiet der Gemeinde Bożków (Eckersdorf) in Niederschlesien. Er dient der Entwässerung der Grubenfelder der Johann-Baptista-Grube und der Frischauf-Grube. Der Alexanderstollen war der längste Wasserlösestollen in Niederschlesien.

Geschichte

Der Anschlag des Alexanderstollens erfolgte 1905, im Jahr 1809 wurde er durch die Gräflich Magnis’sche Bergwerksverwaltung in Betrieb genommen.

Im Jahr 1858 vereinbarten die Grafen von Magnis und von Pilati die Erweiterung des Stollens bis zur Johann-Baptista-Grube. Für die Mitnutzung erhielt die Gräflich Magnis’sche Bergwerksverwaltung 500 Taler jährlich. Im 1898 vereinigten sich die beiden benachbarten Bergbaubetriebe zur Gewerkschaft Neuroder Kohlen- und Thonwerke mit Sitz in Neurode. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Stollen eine Länge von 5670 Metern und eine Teufe von 110 Metern.

Anfangs beschränkte sich der Bergbau in der Teufe auf das Niveau des Alexanderstollens. 1840 wurde im Fortuna-Schacht erstmals ein Pferdegöpel zur Wasserhaltung in Betrieb genommen, der die Förderung bis 30 Meter unter der Stollensohle ermöglichte. 1850 ging dort die erste Dampfmaschine für den Antrieb der Pumpen in Betrieb.

Der Alexanderstollen blieb auch nach 1945 unter polnischer Verwaltung bis zur Schließung des letzten Schachtes im Jahr 2000 in Betrieb. Das Mundloch ist erhalten. Es trägt an der Firste einen Schlussstein mit Schlägel und Eisen. Es befindet sich für die Öffentlichkeit unzugänglich auf einem Privatgrundstück.

Literatur

Zygfryd Piątek: Der Steinkohlenbergbau im Neuroder Land von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis 1914. in: Der Anschnitt, Nr. 57 (2005) Digitalisat:

Weblinks

Beschreibung (polnisch)

Kategorie:Wasserlösungsstollen Kategorie:Stillgelegtes Bergwerk in Polen Kategorie:Nowa Ruda