Drunken Noodles ist ein US-amerikanisch-argentinischer Spielfilm von Lucio Castro aus dem Jahr 2025. Der Film hatte seine Weltpremiere am 18. Mai 2025 in der Sektion ACID der Internationalen Filmfestspiele von Cannes. In Deutschland wird der Film von Salzgeber ins Kino gebracht.
Handlung Adnan, der junge Kunststudent, verbringt den Sommer in Brooklyn und hütet die Wohnung seines Onkels. Tagsüber arbeitet er in einer Galerie in Chinatown, in der die sexuell aufgeladenen Stickereien des älteren Künstlers Sal ausgestellt werden. Mit Sal verbindet ihn eine frühere Affäre. In den Nächten lernt Adnan den Essenskurier Yariel kennen, zugleich wird er immer wieder von Erinnerungen an seine Beziehung zu dem Schriftsteller Iggie eingeholt. Während Adnan zwischen flüchtigen Begegnungen und der Großstadtatmosphäre umherstreift, verschwimmen Gegenwart und Vergangenheit; Realität und Fantasie beginnen sich zu überlagern.
Produktion Lucio Castro schrieb, inszenierte und schnitt den Film. Die Kamera führte Barton Cortright. Als Inspiration für die Figur des Künstlers Sal wird in Kritiken die Auseinandersetzung mit dem Werk des Textilkünstlers Sal Salandra genannt.
Veröffentlichung Die Weltpremiere fand am 18. Mai 2025 in der Cannes-Nebenreihe ACID statt. Der Film lief anschließend auf weiteren Festivals, darunter in der Sektion "American Independents" des Filmfest München 2025. Der deutsche Kinostart fand im Rahmen der Queerfilmnacht im Juni 2026 statt. Der deutsche Verleih ist Salzgeber.
Rezeption Rory O’Connor hob in The Film Stage die sommerlich-leichte und zugleich traumartig verschobene Erzählweise des Films hervor. Die unterschiedlichen Zeitebenen und Begegnungen wirkten weniger wie eine konventionelle Handlung, als Erinnerungen und sinnliche Variationen eines gemeinsamen Themas.
Andreas Köhnemann schrieb in Sissy, Castro lasse Gegensätze wie Stadt und Natur, Realität und Fantasie sowie Kunst und Leben ineinander übergehen. Sexuelle Begegnungen würden dabei nicht allein als körperliche Handlungen, sondern als Formen von Verbindung und künstlerischer Erfahrung dargestellt. Köhnemann bezeichnete den Film aufgrund seiner Auflösung zeitlicher, räumlicher und gesellschaftlicher Grenzen als „Inbegriff eines queeren Films“.
Konrad Kögler charakterisierte den Film als einen Geheimtipp der Cannes-Nebenreihe ACID und hob insbesondere seine surreale Erzählweise hervor.
Weblinks
Drunken Noodles bei Salzgeber
Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 2025 Kategorie:US-amerikanischer Film Kategorie:Argentinischer Film Kategorie:Homosexualität im Film