Graf Goswin von Stahleck (auch: Goswin von Höchstadt-Stahleck) war ein Mitglied des deutschen Hochadels und Vater des Pfalzgrafen Hermann von Stahleck.

Familie Auf die Familie und Vorfahren von Graf Goswin gibt es nur punktuelle Hinweise aus einzelnen Urkunden, zum Teil wird die Familie daraus aus auf Plausibilität basierenden Vermutungen rekonstruiert. Ab Graf Goswin verdichten sich die entsprechenden Hinweise.

Graf Goswin heiratete zu einem unbekannten Zeitpunkt um 1105 Luitgard von Heimbach, Witwe Heinrich I. von Katzenelnbogen. Als Heiratsgut brachte sie die Burg Stahleck in die Ehe ein, nach der sich Goswin und seine Nachkommen künftig nannten.Huppertz-Wild, S. 3. Aus der Ehe gingen mindestens zwei Söhne hervor: Konrad († vor 1128 auf einem Italienzug mit dem damaligen Gegenkönig Konrad III.Die Angaben sind mit Vorsicht zu betrachten. Sie stammen aus einer Heiligenlegende, die erst im 14. Jahrhundert aufgezeichnet wurde (Huppertz-Wild, S. 5).)Huppertz-Wild, S. 5–7. Hermann von Stahleck († 2. OktoberNach den Regesta Imperii bezieht sich das früher genannte Datum des 20. September auf Hermann II. von Lothringen; Huppertz-Wild nennt gleich beide Daten, S. 17 / 19. 1156 im Kloster BildhausenHuppertz-Wild, S. 20.). Er wurde von König Konrad III. 1143 als Pfalzgraf bei Rhein eingesetzt.

Wirken Die Güter der Familie von Graf Goswin lagen schwerpunktmäßig im Bereich zwischen Bamberg und Maindreieck, in der Fränkischen Schweiz, um Fürth, Ansbach, Münnerstadt, Höchstadt an der Aisch und Forchheim. An den Besitz in der Fränkischen Schweiz erinnert noch der Name seiner Burg Gößweinstein.Huppertz-Wild, S. 4.

Graf Goswin stand in enger Verbindung zum Erzbistum Mainz unter Erzbischof Adalbert I.Huppertz-Wild, S. 3. Weiter wird Goswin in einer Urkunde Kaiser Heinrich V. von 1114 als Verwalter einer Grafschaft in Breitungen genannt.Huppertz-Wild, S. 4.

1128 gründete Goswin zusammen mit seinem Sohn Hermann das Kloster MünchaurachHuppertz-Wild, S. 5. und war an der Gründung des Klosters Ebrach beteiligt. Sein Sohn, Hermann von Stahleck, wurde Vogt des Klosters.Huppertz-Wild, S. 7.

Literatur Stefan Huppertz-Wild: Hermann von Stahleck-Höchstadt – Schwager König Konrads III. und Stütze der Staufer in Franken und am Mittelrhein. In: Jahrbuch für fränkische Landesforschung 79/80 (2020), S. 1–20.

Anmerkungen

Einzelnachweise

Kategorie:Fränkischer Adel Kategorie:Klostergründer Kategorie:Geboren im 11. Jahrhundert Kategorie:Gestorben im 12. Jahrhundert Kategorie:Mann