In der Nähe von Tapalpa in Jalisco, Mexiko, fand am 22. Februar 2026 ein Einsatz der mexikanischen Streitkräfte statt, bei dem Nemesio Oseguera Cervantes („El Mencho“), der Anführer des Cártel de Jalisco Nueva Generación (CJNG), und sechs weitere Personen getötet wurden. Der Einsatz löste in der Region Kämpfe aus, wo es zu Schießereien, Explosionen und der Brandstiftung an zahlreichen Fahrzeugen und Geschäften im gesamten Bundesstaat Jalisco kam.
Hintergrund Im August 2012 führten mexikanische Streitkräfte Operationen in Zapopan und Tonaya durch, um Oseguera festzunehmen. Zwischen 25. und 27. August berichteten lokale und nationale mexikanische Medien über Osegueras Festnahme, was zu einer Welle von Straßenblockaden und Fahrzeugbränden im Großraum Guadalajara sowie in Teilen von Jalisco und Colima führte. Die Bundesbehörden dementierten später eine formelle Festnahme.
Am 1. Mai 2015 starteten mexikanische Bundesbehörden eine großangelegte Sicherheitsoperation in Villa Purificación als Teil einer umfassenderen Offensive gegen das Cártel de Jalisco Nueva Generación (CJNG). Offizielle Stellen gaben an, dass die Operation darauf abzielte, die Infrastruktur des CJNG zu zerschlagen und hochrangige Anführer, darunter Oseguera, festzunehmen. Während der Operation wurde ein Militärhubschrauber, der Luftunterstützung leistete, nach der Lokalisierung eines bewaffneten Konvois von mutmaßlichen CJNG-Kämpfern mit einer rückstoßfreien Panzerabwehrhandwaffe beschossen, wobei neun Soldaten getötet wurden. Die CJNG startete anschließend koordinierte Vergeltungsangriffe in Jalisco und angrenzende Bundesstaaten, um die Gefangennahme von Oseguera zu verhindern.
Durchführung
Osegueras Tod Mexikanische Sicherheitskräfte forderten einen Hubschrauber an, um den schwer verletzten Oseguera zusammen mit zwei verletzten Leibwächtern des CJNG und einem verwundeten Soldaten zur medizinischen Notfallversorgung nach Guadalajara, die Hauptstadt des Bundesstaates Jalisco, zu bringen. Oseguera und die beiden Kartellmitglieder starben jedoch während des Fluges. Aufgrund von Sicherheitsbedenken hinsichtlich weiterer Gewalttaten von CJNG-Mitgliedern in Guadalajara entschieden die Behörden, den Hubschrauber zum Flughafen Morelia umzuleiten, anstatt ihn weiter nach Guadalajara fliegen zu lassen. Dort stand ein Flugzeug der Luftwaffe bereit, um die Leichen nach Mexiko-Stadt zu transportieren. Verteidigungsminister Ricardo Trevilla Trejo zufolge wurden bei der Militäroperation zur Festnahme Osegueras insgesamt acht CJNG-Mitglieder getötet.
Folgen Nach der Tötung kam es in mehreren Teilen des Landes zu gewalttätigen Ausschreitungen. In Jalisco blockierten mutmaßliche Bandenmitglieder mehr als 20 Straßen mit brennenden Fahrzeugen.
Die Botschaft der Vereinigten Staaten sowie die diplomatischen Vertretungen anderer Länder in Mexiko, darunter auch Deutschland, forderten ihre Bürger in Mexiko zu erhöhter Wachsamkeit auf.
In Jalisco wurden alle Veranstaltungen mit großen Menschenansammlungen sowie der Präsenzunterricht abgesagt. In der Hauptstadt des Bundesstaates Jalisco, Guadalajara, waren die Straßen nahezu leer. Geschäfte, Apotheken und Tankstellen blieben geschlossen.
Siehe auch Drogenkrieg in Mexiko
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Einzelnachweise
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