Ursina Jecklin-Tischhauser (geboren am 3. Juni 1979, heimatberechtigt in Chur, Rodels, La Punt Chamues-ch und Wartau) ist eine Schweizer Historikerin. Seit 2019 leitet sie das Museum Regiunal Surselva im Kanton Graubünden.
Leben und Wirken Ursina Jecklin-Tischhauser wuchs in Männedorf im Kanton Zürich auf. Ab 1993 erhielt sie eine klassische Gesangsausbildung beim Schweizerischen Musikpädagogischen Verband. Zwischen 1994 und 2000 besuchte sie die Kantonsschule in Küsnacht. Von 2001 bis 2003 studierte sie im Grundstudium an der Juristischen Fakultät der Universität Zürich. Ab 2005 studierte sie bis 2010 Kunstgeschichte, Mittelalterarchäologie und Geschichte des Mittelalters. Hier war sie unter anderem Assistentin von Bernd Roeck im Historischen Seminar am Lehrstuhl für Geschichte der Neuzeit.
Berufserfahrungen erlangte sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kulturforschung Graubünden. Sie unterrichtete am Lehrstuhl für Kunstgeschichte des Mittelalters in Zürich und Bern, war als wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Archäologischen Dienst der Stadt Zürich und bei der Kantonsarchäologie St. Gallen und Zug tätig, ebenso beim Amt für Kultur Graubünden.
Ab 2013 arbeitete sie an ihrer Dissertation zum Thema Tomils, Sogn Murezi. Kirchliches und herrschaftliches Zentrum im frühmittelalterlichen Churrätien, die sie 2018 an der Universität Zürich mit Summa cum laude abschloss.
Seit April 2019 ist sie Leiterin und Kuratorin des Museums Regiunal Surselva in Ilanz (Graubünden).
Ursina Jecklin-Tischhauser ist Mutter von zwei Kindern (geboren 2009 und 2011).
Stipendien und Auszeichnungen 2013: Stipendium Institut für Kulturforschung Graubünden 2014: Preisträgerin Graubünden forscht der Academia Raetica 2014–2017: Marie Heim-Vögtlin-Stipendium des Schweizerischen Nationalfonds
Mandate und Ehrenämter 2012–2015: Beirätin in der Arbeitsgemeinschaft für Spätantike und Frühmittelalter, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg seit 2014: Öffentlichkeitskommission des Schweizerischen Burgenvereins seit 2019: Mitglied des Stiftungsrates Fotostiftung Graubünden seit 2020: Präsidentin des Verbands der Museen und Kulturarchive Surselva
Schriften (Auswahl) mit Lotti Frascoli, Manuel Janosa: Die Burg Marmels. Eine bündnerische Balmburg im Spiegel von Archäologie und Geschichte. Schweizerischer Burgenverein, Basel 2012, ISBN 978-3-96929-113-9. mit Mathias Seifert, Yves Mühlemann: Die Kirchen von Tamins. Hrsg. Amt für Kultur, Archäologischer Dienst Graubünden, Südostschweiz-Buchverlag, Chur 2013, ISBN 978-3-906064-12-3. mit Christian Later, Michaela Helmbrecht (Hrsg.): Infrastruktur und Distribution zwischen Antike und Mittelalter. Verlag Dr. Kovač, Hamburg 2015, ISBN 978-3-8300-7899-9. Simone Häberle, Florian Hitz: Sogn Murezi: ein Glücksfall für die Frühmittelalter-Forschung. Archäologie Graubünden, Sonderheft, Bd. 8/2019, Hrsg. Amt für Kultur, Archäologischer Dienst Graubünden, DOI:10.5169/seals-871050. Tomils, Sogn Murezi – Ein kirchliches Zentrum im frühmittelalterlichen Graubünden (vier Bände mit Schuber). Edition Somedia, Chur 2020, ISBN 978-3-907095-14-0.
Weblinks
Website des Museums Regiunal Surselva
Einzelnachweise
Kategorie:Historiker (Frühe Neuzeit) Kategorie:Stadthistoriker Kategorie:Absolvent der Universität Zürich Kategorie:Person (Kanton Graubünden) Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1979 Kategorie:Frau