Die Lokomotiven des Typs 1435BN60 waren Diesellokomotiven von ČKD für den Rangierdienst. Es wurden 70 Exemplare für den Verschub in Industriebetrieben gebaut.
Geschichte
Die Lokomotiven entstanden nach dem Zweiten Weltkrieg, um die zahlreichen für einfache Rangieraufgaben vorhandenen Dampflokomotiven ersetzen zu können. Grundlage der Konstruktion waren die BN40, die von 1934 bis 1950 gefertigt wurden.Foto der ČKD Baureihe BN 40 auf vlaky.net Daraus entstand bis 1953 die Projektstudie der neuen Lokomotive BN 60Foto der Projektskizze der ČKD über die BN 60 auf www.vlaky.net
Anfang 1955 wurden die ersten Lokomotiven der Serie ausgeliefert.Foto einer Lokomotive der BN 60 der ersten Serie auf www.vlaky.net In der ersten Serie entstanden in diesem Jahr 30 Exemplare. Die zweite Serie wurde 1957 ausgeliefert, ihr gehörten auch zwei Maschinen an, die nach Ungarn geliefert wurden.
Die Lokomotiven erfüllten ihre Anforderungen und leisteten jahrzehntelang ihre Aufgaben in tschechischen sowie slowakischen Industriebetrieben, auch auf Militärgleisen. Besonders hervorgehoben wurde beim Kunden ihre einfache Bedienung und ihre anspruchslose Bauweise. Dazu kam noch ihre trotz der geringen Motorleistung relativ hohe Zugkraft; die Lokomotive konnte im ersten Gang immerhin eine Last von ca. 310 t bewegen.Foto einer Lokomotive im Rangierdienst in Brno auf www.vlaky.net Eine Bezeichnung nach dem System Kryšpín haben die Lokomotiven nicht bekommen. Nach 1995 erhielten die noch vorhandenen Lokomotiven die UIC-Bezeichnung 706 mit der Ordnungsnummer ab 601 aufwärts.
Etwa 15 Lokomotiven sind in der Zeit nach 2020 noch erhalten, bekannt sind die Lokomotive mit der Fabriknummer 3559 im Eisenbahnmuseum Zlonice,3559.pdf Internetseite der Lokomotive ČKD 3559 im Eisenbahnmuseum Zlonice die Lokomotive 3562 in Zvolen,Internetseite der Lokomotive ČKD 3562 auf www.zeleznicnipoklady.cz die Lokomotive mit der Fabriknummer 3564 in Benešov,Internetseite der ČKD 3564 auf www.zeleznicnipoklady.cz die Lokomotive mit der Nummer 3566 in Česká Třebová,Internetseite der ČKD 3566 auf www.spolzel.cz die Lokomotive mit der Fabriknummer 3571 im Eisenbahnmuseum Lužná u Rakovníka,Internetseite der ČKD 3571 auf www.zeleznicnipoklady.cz die Lokomotive mit der Nummer 3848 im NTM-Depot in Chomutov,Internetseite der ČKD 3848 auf www.zeleznicnipoklady.cz die Lok 3854 in Brno,Internetseite der ČKD 3854 auf www.zeleznicnipoklady.cz die Lok 3857 in Bohušovice nad Ohří,Internetseite der ČKD 3857 auf www.karel-loko.net die Lok 3859 in Jaroměř,Internetseite der ČKD 3859 auf www.zeleznicnipoklady.cz die Lok 3866 in Brno,Internetseite der ČKD 3866 auf www.vlaky.net die Lok 3870 in Olomouc,Internetseite der ČKD 3870 auf www.zeleznicnipoklady.cz und die Lok 3876 im Muzeum Výtopna Zdice in Zdice.Internetseite der ČKD 3876 auf der Internetseite vom Muzeum Výtopna Zdice
Technische Beschreibung mini|links|Nr. 3854 von hinten (2009) Die Lokomotive ist eine zweiachsige Lokomotive mit Innenrahmen, sie besitzen an einem Ende das Führerhaus, das von den Seiten zu besteigen ist und nur durch Vorhänge abgedeckt werden kann. Davor befindet sich die Maschinenanlage, die mit einer Haube abgedeckt ist. Gegenüber der Lokomotive ČKD Baureihe BN 40 ist die Lokomotive durchweg in Schweißkonstruktion entstanden, dadurch ist ein wesentlich günstigeres Masse/Leistungsverhältnis bei gleichzeitig höherer Leistung erreicht worden. Die Lokomotive ist mit oberhalb der Achslager liegenden Blattfedern abgefedert. Zwischen den Achsen ist etwas außermittig eine Blindwelle, über die mittels Stangen das Motordrehmoment auf die Räder übertragen wird.
Im Maschinenraum befindet sich der Antriebsmotor, der als Sechszylinder-Viertakt-Dieselmotor mit Wasserkühlung aufgebaut ist und seine Leistung über eine Einscheiben-Trockenkupplung und ein Viergang-Getriebe mit Wendegetriebe abgibt. An der Stirnseite der Lokomotive befindet sich der Wasserkühler, der nach vorn mit einem Gitter geschützt ist.
Die Lokomotive besitzt nur eine einfache Handbremse, die mittels Handhebel im Führerstand beide Achsen einseitig von hinten abbremst. Daher besitzt die Lokomotive auch keinen Luftverdichter. Die elektrische Anlage ist auf 24 V Spannung ausgelegt, bestehend aus einem Gleichstromgenerators und einem Bleiakkumulator. Standardmäßig war nur eine Spitzenbeleuchtung auf der Stirn- und der Rückseite vorhanden. Die Lokomotiven waren mit der Zug- und Stoßeinrichtung der Regelbauart ausgerüstet.
Literatur
Jaromir Bittner, Jaroslav Křenek, Bohumil Skála, Milan Šrámek: Tschechische und slowakische Triebfahrzeuge, Gradis Bohemica, Praha 2010, ISBN 978-80-86925-09-7
Weblinks
Internetseite über die Lokomotive ČKD BN 60 auf www.vlaky.net
Einzelnachweise
Kategorie:Dieselmechanische Lokomotive Kategorie:Schienenfahrzeug (ČKD)