mini|Hofbrauhaus um 1913 Das Dresdner Hofbrauhaus war eine Brauerei in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden, die 1872 gegründet wurde und bis 1921 in Betrieb war.
Geschichte Die Brauerei wurde 1872 als Hofbrauhaus Aktienbrauerei und Malzfabrik zu Dresden am Elbhang in Cotta rechtlich neu gegründet. Sie entstand vor dem Hintergrund der Gewerbefreiheit im 19. Jahrhundert und der zunehmenden Industrialisierung Dresdens. Die Anlage umfasste neben der Brauerei auch Malzfabrikation und Lagerhäuser. Besitzer war der aus Cotta stammende Unternehmer Ewald Bürstinghaus.
Der Name „Hofbrauhaus“ griff auf die historische Tradition des Dresdner Hofbrauhauses am Ende der Kleinen Brüdergasse nahe der Sophienkirche zurück, das u. a. 1718 durch Johann Michael von Loën erwähnt wurde und am 5. November 1731 durch Kurfürst August den Starken ein offizielles Schankrecht erhielt. Die erste schriftliche Erwähnung dieses historischen Hofbrauhauses stammt bereits aus dem Jahr 1560. Zu dieser Zeit braute man dort für das Schloss und die kurfürstlichen Familien Bier. Bis 1776 befand es sich im Besitz der Wettiner, bis der Hofbrau-Verwalter Johann Gottfried Grohmann sämtliche Rechte erwarb. Wegen der Brandgefahr wurde ein Neubau am Elbhang vor dem Pirnaischen Tor gebaut.
Die Hofbrauhaus AG produzierte Bier für die lokale Bevölkerung und belieferte auch den Sächsischen Hof. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg gehörte es zu den 100 größten Brauereien des Deutschen Reiches. 1921 stellte die Brauerei nach fast einem halben Jahrhundert den Betrieb ein, nachdem wirtschaftliche Schwierigkeiten nach dem Ersten Weltkrieg und der zunehmende Wettbewerb in der Dresdner Braulandschaft den Betrieb unrentabel machten. Die dazugehörige Gaststätte namens Hofbräu-Schänke schloss kurz darauf im Jahr 1922. Als Logo der Brauerei diente eine Krone.
Namensstreit 2011 wurde die Marke Dresdner Hofbrauhaus von einem regionalen Unternehmer in Cotta wiederbelebt. Das staatliche Hofbräuhaus München zog gegen die Nutzung des Namens vor Gericht, da es zu Verwechslungen kommen könne. 2022 wurde der Rechtsstreit durch einen Vergleich beendet, der den Verzicht auf die Wort-Bild-Marke 'Hofbrauhaus' durch das Dresdner Unternehmen besiegelte.Dresdner lenkt beim "Hofbrauhaus" ein.
Sortiment Die Brauerei hatte folgende Biersorten im Sortiment: Doppelbockbier, Bockbier, Exportbier, Einfachbier, Helles Lagerbier, Dunkles Lagerbier, Märzenbier, Pilsner Bier, Bayrisches Schankbier, Böhmisches Schankbier, (Dunkles) Culmbacher Exportbier, Erlanger Exportbier.
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Einzelnachweise
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