Friedrich Anton von Schwanewede (* 2. Juni 1798 in Frelsdorfermühlen; † 26. Januar 1870 in Hannover) war ein hannoverscher und preußischer Generalleutnant.
Leben Herkunft Friedrich entstammte der Uradeligen Familie von Schwanewede des Erzstiftes Bremen. Er war der älteste Sohn des Landrates der bremischen Ritterschaft Karl von Schwanewede (1767–1853) und dessen Ehefrau Sophie, geborene von Wersabe (1779–1843).
Militärkarriere Schwanewede trat 1814 während der Befreiungskriege in das Husaren-Regiment Bremen-Verden der Hannoverschen Armee ein, wurde Mitte Januar 1815 Kornett und nahm an den Kämpfen gegen die Franzosen in den Niederlanden und bei Waterloo teil. Dafür wurde er mit der Waterloo-Medaille ausgezeichnet. Nach dem Krieg stieg er Ende März 1820 zum Sekondeleutnant auf, wurde Ende Juni 1828 Premierleutnant und Ende Dezember 1831 Rittmeister 2. Klasse. Im Jahr 1842 erfolgte als Rittmeister seine Ernennung zum Schwadronchef im Königin-Husaren-Regiment in Osnabrück. Nachdem Schwanewede Anfang Juli 1848 seine Beförderung zum Major erhalten hatte, kam er vier Monate später zum Cambridge-Dragoner-Regiment nach Celle. Als Oberstleutnant war er ab dem 27. Mai 1855 Kommandeur des Königin-Husaren-Regiments und rückte Ende Mai 1857 zum Oberst auf. Unter Beförderung zum Generalmajor avancierte Schwanewede am 26. Mai 1860 zum Kommandeur der 2. Kavallerie-Brigade in Lüneburg. In dieser Stellung zeichnete ihn König Georg V. 1862 mit dem Kommandeurkreuz I. Klasse seines Guelphen-Ordens aus.Hof- und Staats-Handbuch für das Königreich Hannover auf das Jahr 1865. Berenberg, Hannover 1865, S. 42. Schwanewede wurde am 24. Mai 1865 zum Generalleutnant befördert. Obwohl zu Beginn des Krieges gegen Preußen am 17. Juni 1866 pensioniert, blieb er während des Feldzuges im Hauptquartier der Armee.
Nach dem verlorenen Krieg und der Annexion des Königreichs Hannover, der die Auflösung der Armee bedeutete, wurde Schwanewede am 30. März 1867 mit seinem Dienstgrad in den Verband der Preußischen Armee aufgenommen und gleichzeitig mit Pension zur Disposition gestellt.Militair-Wochenblatt. Zweiundfünfzigster Jahrgang, Nr. 15 vom 6. April 1867, S. 162.
Familie Schwanewede hatte sich am 27. Dezember 1840 mit Ludovike von Bobers (1815–1897) verheiratet, mit der er die fünf Kinder Karl (1841–1913), Gustav (1842–1921), Ulla (1846–1904), Louis (1848–1914) und Balduin (1850–1906) hatte. Alle Söhne beendeten ihre Offizierslaufbahn in der Sächsischen Armee.
Literatur Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. 1901. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel). Zweiter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1900, S. 792 ff. (Digitalisat) Bernhard von Poten: Die Generale der Königlich Hannoverschen Armee und ihrer Stammtruppen. In: Beiheft zum Militär-Wochenblatt. Mittler & Sohn, Berlin 1902, S. 323, Nr. 445. (Digitalisat)
Einzelnachweise
Kategorie:Generalleutnant (Hannover) Kategorie:Generalleutnant (Königreich Preußen) Kategorie:Person in den Koalitionskriegen (Hannover) Kategorie:Person im Deutschen Krieg Kategorie:Kommandeur I. Klasse des Guelphen-Ordens Kategorie:Träger des Ernst-August-Kreuzes Kategorie:Träger des ö.k. Leopold-Ordens (Ritter) Kategorie:Kavallerist (Hannover) Kategorie:Adliger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1798 Kategorie:Gestorben 1870 Kategorie:Mann