mini|hochkant|Nao Aoyama, 1928 Aoyama Nao (, wirklicher Name: Miura Nao (); geboren 9. Juli 1900 in Honjo (heute: Sumida) in Tokio, Präfektur Tokio; gestorben 1. August 1985) war eine japanische promovierte Literaturwissenschaftlerin und Forscherin zur japanischen Frauengeschichte der Shōwa-Zeit.
Leben Nao wurde 1900 im Stadtbezirk Honjo in Tokio als zweite Tochter von Sukejiro Miura und Shizuka geboren. Sie begann ihr Studium an der Tokioter Lehrerbildungsanstalt für Mädchen (heute: Oberschule der Frauenuniversität Ochanomizu) und wechselte zur Tokyo Woman’s Christian University, die sie 1923 im Fach japanische Literatur abschloss. Während ihrer Studienzeit wurde sie von Matsuzo Kakiuchi und Kyoon Numami unterrichtet. Nao vertiefte sich in Wissenschaftsgeschichte und wurde u. a. von Kaitō Matsuzō und Nunami KeionNunami Keion (1877–1927) war ein rechtsgerichteter Vertreter der Kokugaku („Nationalen Schule“) und Dichter. in japanischer Literatur unterrichtet.
Von 1928 an begann sie an der Universität Tōhoku bei Muraoka Tsunetsugu zur Ideengeschichte zu forschen. Sie promovierte 1931 erfolgreich und begann im Graduiertenkolleg zur Geistesgeschichte der japanischen Frau zu forschen. Auf Empfehlung von Yasui Tetsu nahm sie an der Tokyo Woman’s Christian University eine Dozentur an und begann zu unterrichten. Den Schwerpunkt ihres Forschungsinteresses bildete das Frauenbild in Werken der japanischen Literatur, wie dem Genji Monogatari, dem Man’yōshū, dem Heike Monogatari und in den Werken Chikamatsu Monzaemons.
Nao heiratete 1933 Aoyama Reiji. Als ihr Ehemann 1940 versetzt wurde, gab sie ihre Stelle an der Universität auf und zog mit ihm nach Nishinomiya in der Präfektur Hyōgo. Nao kehrte jedoch zwei Jahre später nach Tokio zurück und nahm nach dem Krieg ihre Arbeit an der Universität wieder auf. 1946 veröffentlichte Nao eine Biografie von Yasui Tetsu. Von diesem Zeitpunkt an forschte sie zur Geschichte der modernen Frauenbildung. Sie befasste sich mit dem in der Zeitschrift Meiroku Zasshi publizierten Frauenbild von Yukichi Fukuzawa, Arinori Mori, Nakamura Keiu und anderen sowie mit den Meiji-Mädchenschulen und in diesem Zusammenhang mit Kumaji Kimura, dessen Ehefrau und mit Iwamoto Yoshiharu. 1948 wurde sie in der philosophischen Fakultät der Universität Assistenzprofessorin im Fach Geschichte, 1950 dann ordentliche Professorin. Von 1957 an wurde Nao zusätzlich zu ihrer Professur Mitarbeiterin im Institut für vergleichende Kulturwissenschaft.
Nach ihrer Emeritierung 1966 unterrichtete Nao von 1969 an der Baika Frauenuniversität in Ibaraki in der Präfektur Ōsaka.
Nao starb 1985 im Alter von 85 Jahren. Noch auf dem Sterbebett lässt sie sich taufen und nimmt den Taufnamen Maria an. Ein Jahr später, 1986 wurde ihr zu Ehren der Wissenschafts- und Förderpreis für Frauengeschichte, der „Aoyama Nao Preis für Frauengeschichte“ eingerichtet, der bis heute alljährlich für herausragende Forschungsleistungen in japanischer Sprache an Frauen vergeben wird.
Werke (Auswahl) 1949 Yasui Tetsu-den (), Biografie von Yasui Tetsu 1982–1984 Aoyama Nao chosakushū (), Gesamtausgabe ihrer Werke Band 1 Genji monogatari kenkyū oyobi koten shoron (), Forschung zum Genji Monogatari und verschiedene Abhandlungen zur klassischen Literatur Band 2 Meiji jogakkō no kenkyū (, etwa: Forschung zu Mädchenschulen der Meiji-Zeit) Band 3 Yasui Tetsu to Tōkyō josei daigaku (, etwa: Yasui Tetsu und die Tōkyō Joshi Daigaku) Band 4 Shōron to zuisō (, etwa: Aufsätze und Gedanken) Sonderband Wakaki hi no ayumi shi-Nunami Keion no koto nado (, etwa: Der Fortgang der Jugend, über Nunami Keion) 1990 Denki Yasui Tetsu (), Biografie von Yasui Tetsu
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Anmerkungen
Einzelnachweise
Kategorie:Historiker (Frauen- und Geschlechtergeschichte) Kategorie:Literaturwissenschaftler Kategorie:Japaner Kategorie:Geboren 1900 Kategorie:Gestorben 1985 Kategorie:Frau