Viktors Ozoliņš (* in Riga; † 25. März 1989) war ein lettischer Fußballspieler und Theologe. Mit dem RFK Riga wurde Ozoliņš in den 1920er und 1930er Jahren mehrfach lettischer Meister.
Leben Viktors Ozoliņš wurde im Jahr 1907 in die Familie von Pidriķis Ozoliņš und dessen Ehefrau Amālija (geb. Grabe) geboren.Futbols Latvijā 1907–1940: Viktors Ozoliņš, kazhe.lv, abgerufen am 13. Februar 2026.Viktors Ozoliņš, Timenote.info, abgerufen am 13. Februar 2026. Auch sein Bruder Ādolfs Ozoliņš war ein bekannter Fußballspieler und Rechtsanwalt. Von 1922 bis 1926 besuchte Viktors Ozoliņš das 1. Staatsgymnasium Riga. Nach dessen Abschluss studierte Ozoliņš bis 1933 Theologie an der Universität Lettlands.
Tätigkeit als Pfarrer Ozoliņš war Pfarrer in der Evangelisch-Lutherischen Kirche Lettlands (lettisch: Latvijas Evaņģēliski luteriskā baznīca, kurz LELB), zuerst, von 1934 bis 1936, in der Gemeinde Umurga in Livland, östlich von Limbaži. Von 1936 bis 1955 wirkte Ozoliņš in den Gemeinden Trikāta und Vijciems, beide Dörfer liegen in Livland, östlich von Valmiera. Zusätzlich betreute er von 1944 bis 1955 die Gemeinde Strenči. Zugleich war Ozoliņš Religionslehrer an der Grundschule in Trikāta. Von 1955 bis 1957 war er Propst des Kirchenbezirks Jelgava. Ab 1957 übte Ozoliņš dieses Amt in Riga aus. Zusätzlich wurde er 1958 zum Vikar der Gemeinde Daugavgrīva ernannt. Am 25. November 1959 wurde er zum Pfarrer der St.-Paulus-Gemeinde in Riga gewählt.
Ozoliņš nahm an kirchlichen Konferenzen im Ausland teil, unter anderem in der Bundesrepublik Deutschland, in Frankreich, Dänemark, der Tschechoslowakei und Polen. Vom 10. bis zum 12. Mai 1955 beteiligte er sich in Moskau an der „Konferenz der Friedensanhänger“. Er war gezwungen, auch in die USA und weitere Länder in Europa zu reisen, um die „Friedensinitiative der Sowjetunion“ zu propagieren. Zudem war er Informant des sowjetischen Geheimdienstes (KGB). Ab dem Jahr 1956 war Ozoliņš Mitglied des Präsidiums der Oberkirchenverwaltung der LELB sowie stellvertretender Erzbischof. Am 22. Februar 1969 wurde ihm das Goldene Amtskreuz verliehen. 1987 ging Ozoliņš in den Ruhestand. Sein Todestag fiel auf seinen 82. Geburtstag.
Karriere als Fußballer Viktors Ozoliņš spielte in seiner Fußballkarriere als Stürmer. Von 1925 bis 1934 war Ozoliņš für den RFK Riga aktiv. Mit dem Verein wurde er 1925, 1926, 1930, 1931, 1934 und 1935 lettischer Meister. Im Jahr 1926 wurde Ozoliņš zugleich Torschützenkönig. Da sein Studium Vorrang vor dem Sport hatte, spielte Ozoliņš nach 1926 nur noch unregelmäßig in der ersten Mannschaft des RFK. Ganz vom Fußball verabschiedete sich Ozoliņš jedoch nicht. Er spielte bis Mitte der 1930er Jahre auch in der Mannschaft der Studentenverbindung Ventonia.
Familie Viktors Ozoliņš war seit 1930 mit Veronika (geb. Jākabsone, 1909–1987) verheiratet. Zusammen hatten sie vier Kinder: die Tochter Astrīda (1942–?) und die Söhne Daumants, Juris (1938–?) und Mārtiņš.
Weblinks Lebenslauf bei kazhe.lv (lettisch) Lebenslauf bei timenote.info (lettisch)
Einzelnachweise
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