Jacqueline Jeanne Ficini (* 20. Oktober 1923 in Saint-Maixent-l’École; † 7. Dezember 1988 in Paris) war eine französische Chemikerin und Professorin. Sie ist bekannt für die Entwicklung der Synthesechemie von Inamine. Die Ficini-Claisen-Umlagerung und die Ficini-Cycloaddition wurden nach ihr bezeichnet.

Leben Jacqueline Ficini ist die Tochter von Jane Pontet und Oberst Raoul Ficini. Sie besuchte das Collège Saint-Marie de Chavagne in Angoulême und studierte anschließend an den Universitäten von Paris und Angers, wo sie ihren Masterabschluss machte. 1952 promovierte sie in Physik.

Jacqueline Ficini begann ihre Karriere 1952 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am CNRS und wurde 1957 zur Dozentin für Chemie an der Fakultät für Naturwissenschaften in Paris ernannt. Anschließend ging sie in die Vereinigten Staaten, um 1960 ein Postdoc an der Columbia University zu absolvieren. 1962 kehrte sie nach Frankreich zurück und wurde Maître de conférences an der Fakultät für Naturwissenschaften in Reims. 1965 wurde sie zur Universitätsprofessorin an der Universität Paris VI berufen und leitete die Doktorandenschule für organische Chemie. Sie betreute 18 Doktorarbeiten.

Sie wurde zur Präsidentin der Abteilung für Organische Chemie der Société Chimique de France gewählt. Außerdem war sie Mitglied der American Chemical Society.

1988 wurde sie von Jun-ichi Yoshida nach Japan eingeladen. Nach ihrer Rückkehr starb sie in Paris.

Preise und Auszeichnung

1972: Le Bel-Preis der Société Chimique de France 1979: Jecker-Preis für ihre Arbeiten über funktionelle Vinyllithien und Inamine 1979: Berthelot-Medaille aus Vermeil 1974: Ordre des Palmes Académiques 1986: Ritter der Ehrenlegion

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Einzelnachweise

Bibliografie

Jean-Pierre Genet: Jacqueline Ficini (1923–1988). In: Jan Apotheker, Livia Simon Sarkadi: European Women in Chemistry. John Wiley & Sons, 2011, ISBN 978-3-527-63646-4. Jacques Lafitte, Stephen Taylor: Ficini (Jacqueline, Jeanne) Universitaire. In: Who's who in France. J. Lafitte, Paris 1988.

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