Echo und Narziss ist ein Ölgemälde des britischen Malers John William Waterhouse aus dem Jahr 1903. Es illustriert den Mythos von Echo und Narziss aus Buch III der Metamorphosen des römischen Dichters Ovid.
Das Gemälde ist Teil der viktorianischen Sammlung in der Walker Art Gallery in Liverpool.
Provenienz, Ausstellungen Das Bild wurde 1903 von der Walker Art Gallery aus der Winterausstellung des Museums heraus angekauft. 2024/2025 wurde das Bild in der Ausstellung Illusion der Hamburger Kunsthalle gezeigt.Isabelle Hofmann: „Illusion. Traum – Identität – Wirklichkeit“ kultur-port.de, abgerufen am 13. Februar 2026
Hintergrund In Ovids Version ist Narziss der schöne Sohn des Flussgottes Cephissus und der Nymphe Liriope. Der Seher Teiresias prophezeit seinen Eltern, er werde lange leben, sofern er sich nicht selbst erkenne. Als junger Mann weist Narziss alle Verehrerinnen zurück, darunter die Nymphe Echo, die aufgrund eines Fluchs der Göttin Hera nur die letzten Worte anderer wiederholen kann. Nach seiner Zurückweisung zieht sie sich zurück und vergeht, bis nur ihre Stimme bleibt. Auf ihre Klage hin bewirkt die Göttin Nemesis, dass Narziss sich in sein eigenes Spiegelbild in einer Quelle verliebt. Unfähig, sich davon zu lösen, bleibt er am Wasser, bis er stirbt; an der Stelle seines Todes wächst eine Narzisse.
Einzelnachweise
Kategorie:Gemälde (20. Jahrhundert) Kategorie:Griechische Mythologie in der bildenden Kunst Kategorie:Museumsbestand Kategorie:Paar (Bildende Kunst)