mini|La Lanterne, 21. April 1877 La Lanterne war eine französische Zeitung mit antiklerikaler und republikanischer Ausrichtung, die von 1877 bis 1928 bestand.
Geschichte Von 1868 bis 1876 gab es eine Zeitung namens La Lanterne, die von Henri Rochefort herausgegeben wurde. Diese Zeitung wurde eingestellt, weil Rochefort ursprünglich seine frühere Zeitung La Marseillaise wiederbeleben wollte. Dieses Projekt führte aber am 21. April 1877 zur neuen La Lanterne. Ab 1884 existierte eine Literaturbeilage, die zunächst Supplément littéraire de La Lanterne und später nur noch Le Supplément genannt wurde.
mini|La Lanterne, Plakat von Eugène Ogé Die Zeitung war streng antiklerikal und republikanisch und veröffentlichte 1902 ein PlakatDie französische Sprachversion spricht von einer Titelseite; dafür habe ich aber keinen Beleg gefunden. von Eugène Ogé, auf dem ein Mann der Kirche als Fledermaus dargestellt ist und der mit seinem bedrohlichen Schatten die Stadt Paris bedeckt. Der Prälat verdeckt das helle Sonnenlicht, nicht jedoch das Licht der Laterne (oben links). Darunter steht „Voilà l’ennemi“ (Das ist der Feind). La Lanterne bezog sich damit auf einen von Léon Gambetta getätigten Ausspruch aus dem Jahr 1877: „Der Klerikalismus, das ist der Feind!“
La Lanterne kostete zunächst 5 Centimes, bis 1928 stieg der Preis auf 25 Centimes. Chefredakteur waren Victor Ballay (1877), Eugène Mayer (1877–1896), Victor Flachon (1902–1911), während des Ersten Weltkriegs Marcel Sembat und zuletzt 1928 Charles Gallet. Zu den Autoren zählten unter anderem Émile Zola, Guy de Maupassant, Yves Guyot und Aristide Briand.
Weblinks
Anmerkungen
Einzelnachweise
Kategorie:Zeitung (Frankreich, Erscheinen eingestellt) Kategorie:Ersterscheinen 1877 Kategorie:Erscheinen eingestellt 1928