Nadine Oberste-Hetbleck, vormals Nadine Müller (* 1978 in Erkelenz), ist eine deutsche Kunsthistorikerin und Kunstmarktforscherin.Profil auf der Website der Universität zu Köln, abgerufen am 11. Februar 2026.Profil auf der Website der Nordrhein-westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste, abgerufen am 11. Februar 2026. Sie ist Direktorin des Zentralarchivs für deutsche und internationale Kunstmarktforschung (ZADIK) in Köln.

Werdegang Oberste-Hetbleck studierte von 1998 bis 2004 Kunstgeschichte, Pädagogik und Medienwissenschaften an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Von 2005 bis 2009 promovierte sie dort mit einer Dissertation über die Selbstvermarktung von Künstlern der Düsseldorfer Malerschule im Zeitraum von 1826 bis 1860. Im Anschluss war sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kunstgeschichte der Universität Düsseldorf sowie am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Marketing derselben Universität tätig. Darüber hinaus arbeitete sie als Projektkoordinatorin im Forschungsprojekt ART-RESEARCH & Internationale Künstler- und Ausstellungsdatenbank und als Galerieassistentin in der Galerie Ludorff in Düsseldorf.

Von Juni 2014 bis September 2020 war Oberste-Hetbleck Juniorprofessorin für Kunstgeschichte und Kunstmarkt am Kunsthistorischen Institut der Universität zu Köln. Parallel dazu übernahm sie von 2015 bis Dezember 2019 die wissenschaftliche Leitung des ZADIK als An-Institut der Universität zu Köln. Seit Oktober 2020 ist sie Direktorin des ZADIK und seit 2021 außerplanmäßige Professorin am Kunsthistorischen Institut. Im selben Jahr wurde sie Mitglied und 2025 wurde sie zur Sekretarin der Klasse der Künste der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste gewählt.

Wissenschaftliches Wirken Oberste-Hetbleck arbeitet zur Geschichte des Kunstmarktes vom 19. bis zum 21. Jahrhundert, zu institutionellen Strukturen des Kunsthandels sowie zu Akteurs- und Netzwerkbeziehungen im nationalen und internationalen Kunstmarkt. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der archivischen und digitalen Erschließung kunstmarktrelevanter Quellen.

Publikationen (Auswahl) Monografien Kunst & Marketing. Selbstvermarktung der Düsseldorfer Malerschule und das Düsseldorfer Vermarktungssystem 1826–1860, Schnell & Steiner, Regensburg 2010, ISBN 978-3-7954-2342-1 (zugleich als Nadine Müller Dissertation Universität Düsseldorf 2008/9). mit Julia Römhild und Bernd Günter: Marketing für Kunst und Kultur. Band 2: Instrumente – Digitale Angebote – Branding – Kunstmarkt, Kohlhammer, Stuttgart 2024, ISBN 978-3-17-043344-1.

Herausgeberschaften Zur Geschichte des Düsseldorfer Kunsthandels, düsseldorf university press, Düsseldorf 2014, ISBN 978-3-943460-28-5.

Aufsätze Kunstmarktforschung – Ein Statement zur Bestandsaufnahme. In: Schriften zum Kunst- und Kulturrecht 28 (2018), S. 387–395. ART | GALLERY GIS | COLOGNE – Ein digitales Mapping-Projekt auf dem Weg zur Deep Map. In: Artl@s Bulletin 8, Nr. 3 (2019), S. 112–127. Reflecting on the Development of a Digital Platform for the Analysis of Fairs for Modern and Contemporary Art. In: Arts 8(3) (2019).

Weblinks Kommentiertes Publikationsverzeichnis auf Researchgate Interview mit Nadine-Oberste-Hetbleck auf Hypotheses – Academic Blogs

Einzelnachweise

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