Asuka Kakitani (; * 1985 in der Präfektur Osaka) ist eine japanische Jazzmusikerin (Piano, Komposition, Dirigat), die in den Vereinigten Staaten lebt.

Leben und Wirken Kakitani wuchs in einer Musikerfamilie auf und erhielt schon früh klassischen Klavierunterricht. Als Jugendliche beschäftigte sie sich mit westlicher klassischer Musik, bevor sie mit 19 Jahren über Musik von Bud Powell den Jazz entdeckte. Zunächst orientierte sie sich an der Bebop-Stilistik. Während ihres Jazzstudiums in Kyoto tauchte sie in die dortige Szene ein. Mit einem Stipendium studierte sie zwischen 2002 und 2004 am Berklee College of Music, wo sie sich von einer Pianistin zu einer Komponistin entwickelte und zunächst vor allem Bigband-Stücke komponierte.

Kakitani wurde dann in das Programm des BMI Jazz Composers Workshop aufgenommen, seinerzeit von Mike Abene und Jim McNeely geleitet, dem sie drei Jahre angehörte und in dem sie auch Kontakte zur New Yorker Musikszene erhielt. Dort begann sie, mit dem Posaunisten und Bandleader JC Sanford zu arbeiten, mit dem sie dann eine private Partnerschaft einging. 2009 gründete sie dann ihr eigenes Orchester, das sich rasch etablierte. 2012 legte das Asuka Kakitani Jazz Orchestra sein Album Bloom vor, das Solisten wie Sara Serpa, Kenny Berger oder Pete McCann vorstellte. 2014 brachte sie ihre Tochter zur Welt. Nachdem sie 2016 mit Sanford nach Minnesota gezogen war, übernahm sie dort die Co-Leitung des neu gegründeten Inatnas Orchestra. 2023 legte sie ihr Album Twelve Months in Minnesota vor, das die Perkussionistin Eri Isomura interpretierte. 2025 erschien ihr Piano-Soloalbum The Nights.

Kakitani komponierte nicht nur für große Jazzensembles und Orchester, sondern auch für Kammermusikgruppen, Chöre und elektroakustische Ensembles. Ihre Werke wurden vom Thalea String Quartet, Quince Ensemble, Shannon Wettstein, Unheard-of// Ensemble, Zeitgeist New Music Ensemble und dem JazzMN Orchestra aufgeführt. Beauftragte Werke wurden unter anderem beim Women Composers Festival der Boulanger Initiative und beim Bridge Chamber Music Festival aufgeführt sowie auf Aufnahmen wie Syntheses von Ryan Truesdell veröffentlicht. Weiterhin schrieb sie Filmmusik.

Preise und Auszeichnungen 2006 erhielt Kakitani den Charlie Parker Jazz Composition Prize der Stiftung der Urheberrechtsgesellschaft BMI. Ihr Album Bloom wurde in den Kritikerumfragen von NPR Music und im Magazin Down Beat als eines der besten neuen Alben des Jahres angesehen. Weiterhin wurde sie mit dem 30x30x30-Projekt des SOLI Chamber Ensemble, dem Concept Lab der Chamber Music America Conference, der Minnesota Upstream Artist Fellowship und der McKnight Fellowship ausgezeichnet.

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Interview (2025)

Einzelnachweise

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