Die 15-cm-Schnelladekanone L/45, kurz 15-cm-SK L/45, war ein Schiffsgeschütz des Deutschen Kaiserreiches und wurde ab 1908 auf mehreren Kriegsschiffen der Kaiserlichen Marine eingesetzt.

Technische Beschreibung mini|Hier ist die 15-cm-SK L/45 gut als Kasemattgeschütz zu erkennen, welches unter den schweren Geschütztürmen liegt Die 15-cm-SK L/45 bestand aus einem A-Rohr mit zwei Lagen von Spannringen und einem horizontalen Gleitkeilverschluss. Alle Teile wurden bei der Friedrich Krupp AG hergestellt. Dabei wurde das Geschütz in mehreren verschiedenen Lafetten hergestellt. Dazu zählten in Kasematten die: Mittelpivotlafette (MPL) C/06 mit einem Gewicht von 15,7 t, einem Höhenrichtbereich zwischen −7 und +20 Winkelgrad und einer Reichweite von 14,9 km bei maximaler Erhöhung Mittelpivotlafette (MPL) C/06.11 mit einem Gewicht von 13,5 t, einem Höhenrichtbereich zwischen −10 und +19 Winkelgrad und einer Reichweite von 13,5 km bei maximaler Erhöhung Mittelpivotlafette (MPL) C/13 mit einem Gewicht von 17,9 t, einem Höhenrichtbereich zwischen −8,5 und +19 Winkelgrad und einer Reichweite von 13,5 km bei maximaler Erhöhung Mittelpivotlafette (MPL) C/13 modifiziert (mod) mit einem Gewicht von 18,3 t, einem Höhenrichtbereich zwischen −8,5 und +22 Winkelgrad und einer Reichweite von 15,8 km bei maximaler Erhöhung

Neben der Montage in Kasematten, wurde das Geschütz auch in offenen Stellungen mit einem halben Geschützschild hergestellt. Diese standen auf den Lafetten der Typen: Mittelpivotlafette (MPL) C/14 mit einem Gewicht von 16,1 t, einem Höhenrichtbereich zwischen −10 und +22 Winkelgrad und einer Reichweite von 15,8 km bei maximaler Erhöhung Mittelpivotlafette (MPL) C/16 mit einem Gewicht von 17,1 t, einem Höhenrichtbereich zwischen −10 und +27 Winkelgrad und einer Reichweite von 16,8 km bei maximaler Erhöhung Mittelpivotlafette (MPL) C/16 modifiziert (mod) mit einem Höhenrichtbereich zwischen −10 und +30 Winkelgrad und einer Reichweite von 17,6 km bei maximaler Erhöhung

Die verschossene Munition der 15-cm-SK L/45 war Schnellfeuermunition mit separaten Ladungen. Die Geschosse hatten eine Länge von 61 cm und wogen 45,3 kg. Dabei konnten panzerbrechende Granaten, Sprenggranaten mit einem Bodenzünder oder einem Kopfzünder und normale Granaten verschossen werden.

Einsatz Die 15-cm-SK L/45 war ein weit verbreitetes Schiffsgeschütz und kam auf mehreren verschiedenen Schiffen und Schiffsklassen. Dazu zählten die: Schlachtschiff: Nassau-Klasse, Helgoland-Klasse, Kaiser-Klasse, König-Klasse und Bayern-Klasse Schlachtkreuzer: Von der Tann, Moltke-Klasse, Seydlitz und Derfflinger-Klasse Panzerkreuzer: Blücher Kleiner Kreuzer: Bremen-Klasse, Kolberg-Klasse, Magdeburg-Klasse, Graudenz-Klasse, Pillau-Klasse, Wiesbaden-Klasse, Königsberg-Klasse und Cöln-Klasse Minenkreuzer: der Brummer-Klasse

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges und der Ausmusterung der Schiffe, wurden die Geschütze oftmals in Küstenstellungen verbaut. So wurde die 3./Marine-Artillerie-Abteilung 604 auf der Insel Jersey mit einigen dieser Geschütze ausgerüstet. Auch als Eisenbahngeschütz kam sie mit der Bezeichnung „Nathan“ bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges zum Einsatz. Vor allem im besetzten Norwegen wurden viele Geschütze in den Atlantikwall verbaut.

Verbleib mini|Küstengeschütz auf der Insel Nord-Arnøya Auch heute noch können mehrere erhaltene Geschütze in Küstenstellungen betrachtet werden. So steht in Norwegen, auf der Insel Nord-Arnøya, ein erhaltenes Geschütz. Ein sehr gut erhaltenes Geschütz der ehemaligen Heeres-Küsten-Batterie 17./976 Bud kann im norwegischen Dorf Bud besucht werden.

Weblinks

Literatur

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Einzelnachweise

Kategorie:Geschütz Kaliber 100 mm bis 200 mm Kategorie:Militärtechnik (Erster Weltkrieg) Kategorie:Schiffsgeschütz (Deutsches Kaiserreich)